Veronika Geyer betont die Bedeutung des Internationalen Frauentags
Der Internationale Frauentag am 8. März ist für Veronika Geyer, Bezirksvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Mistelbach, ein entscheidender Anlass, um die Wertschätzung für Mistelbacher Unternehmerinnen zu betonen. Ihr Beitrag zur regionalen Wirtschaft ist signifikant und konstant. Darüber berichtet Welt Stimmе.
In Niederösterreich wird fast jedes zweite Unternehmen von einer Frau gegründet. Der Frauenanteil bei den Gründungen erreichte im Vorjahr 46,3 Prozent, was erneut über dem österreichischen Durchschnitt von 45,7 Prozent liegt, ausgenommen Personenbetreuerinnen. Diese Zahlen belegen die entscheidende Rolle von Unternehmerinnen im wirtschaftlichen Gefüge und verdeutlichen, dass Frauen als Gründerinnen eine tragende Säule der regionalen Entwicklung bilden.
Interessenvertretung für Unternehmerinnen
Veronika Geyer hebt hervor, dass Frau in der Wirtschaft die starke Interessenvertretung für Mistelbacher Unternehmerinnen ist. Ihr Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Frauen ermöglichen, ihr volles Potenzial zu entfalten und wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Dabei stehen praxisnahe Unterstützung, gezielte Weiterbildung sowie eine echte Vereinbarkeit von unternehmerischer Verantwortung und Familie im Fokus. Diese Balance ist für viele Unternehmerinnen eine zentrale Herausforderung im Alltag.
Digitale Kompetenzen im Bildungssystem
Ein wichtiger Schwerpunkt von Frau in der Wirtschaft Niederösterreich ist die nachhaltige Verankerung digitaler Kompetenzen in allen Bildungsstufen. Die Förderung digitaler Kompetenzen und ein verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien sollen fester Bestandteil sämtlicher Schulfächer werden. Diese Maßnahme soll dazu dienen, künftige Generationen frühzeitig auf die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Wirtschaft vorzubereiten.
Soziale Absicherung für Selbstständige
Ein weiteres wesentliches Anliegen betrifft die Mehrfachbelastung vieler Unternehmerinnen. Frau in der Wirtschaft Niederösterreich fordert die Einführung eines Pflegezeitgeldes für Selbstständige. Analog zum Pflegekarenzgeld für unselbstständig Erwerbstätige sollen auch pflegende Selbstständige finanziell abgesichert werden. Dies soll insbesondere für die Pflege sterbender Angehöriger oder schwerstkranker Kinder gelten und eine Lücke im sozialen Sicherungssystem schließen.
Alterssicherung und Flexibilität in der Weiterbildung
Das Thema Altersvorsorge wird ebenfalls angesprochen. Bereits seit einiger Zeit können Pensionistinnen und Pensionisten neben dem Bezug einer Alterspension unbegrenzt dazuverdienen, ausgenommen Frühpensionen. Allerdings müssen sie weiterhin Pensions- und Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sieht Veronika Geyer hier Handlungsbedarf und unterstreicht, dass Anreize geschaffen werden sollten, damit Unternehmerinnen länger im Erwerbsleben bleiben können und ihre Erfahrung weiterhin einbringen.
Im Bereich Weiterbildung ist es laut Veronika Geyer wichtig, flexible Angebote zu schaffen, die gut in den Alltag zwischen Unternehmen und Familie integriert werden können. Die angebotenen Webinare sind zeit- und ortsunabhängig und erfreuen sich großer Beliebtheit. Zudem wird ein Schwerpunkt auf weibliche Führung gelegt. Mit dem „Leadership Skills Lehrgang“ werden gezielte Impulse für die weibliche Unternehmensführung gesetzt und Unternehmerinnen in ihrer Rolle als Führungspersönlichkeiten gestärkt.


