Die Möbelhauskette „Interio“ hat erneut Insolvenz angemeldet, diesmal mit Verbindlichkeiten in Höhe von rund 6,8 Millionen Euro. Der Insolvenzantrag wurde am Montag offiziell eingereicht, und die finanziellen Probleme sind eine Folge der bereits 2024 angekündigten ersten Insolvenz. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Firma „Magazin 07 Möbel und Einrichtungen Vertriebsgesellschaft m.b.H.“, die hinter „Interio“ steht, steckt wieder in erheblichem finanziellen Schwierigkeiten. Bereits damals waren Verbindlichkeiten von 9,4 Millionen Euro festgestellt worden. Der Plan zur Sanierung sah ursprünglich eine Entschuldungsquote von 20 Prozent vor, die nun nicht mehr eingehalten werden kann.
Diesmal 6,8 Mio. Euro Verbindlichkeiten
Momentan betreibt „Interio“ noch vier Filialen in Österreich mit dem Hauptstandort in Vösendorf. Weitere Standorte sind in Wien auf der Mariahilfer Straße, in Linz auf der Landstraße und in Graz in der Schmiedgasse. Zudem gibt es ein Lager im niederösterreichischen Traiskirchen.
Seit Februar warten insgesamt 37 Mitarbeitende auf ihre ausstehenden Löhne. Die finanziellen Verpflichtungen von 6,8 Millionen Euro sind laut Insolvenzantrag nun zusammengekommen. Die Gründe für die andauernden finanziellen Schwierigkeiten ergeben sich größtenteils aus der ersten Insolvenz und dem gescheiterten Sanierungsversuch.
Der letzte Teil der Sanierungsplanung, der eine Quote von 5 Prozent vorsah, wäre im März 2026 fällig gewesen. Aufgrund steigender Energie-, Personal- und Mietkosten sowie rückläufiger Umsätze ist es der Firma nicht möglich, diese Zahlungen zu leisten, was zur erneuten Insolvenzanmeldung führte, so der KSV1870.
Weiterbetrieb angestrebt
Trotz der Schwierigkeiten beabsichtigt das Unternehmen, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Alexander Greifeneder vom KSV1870 erklärt: „Die Schuldnerin strebt eine Fortführung und Sanierung ihres Unternehmens an. Die angebotene Sanierungsplanquote soll aus dem Fortbetrieb finanziert werden.“


