Neueröffnung: Karofé – Café und Rösterei in Großpetersdorf an der Hauptstraße 8

Feber 24, 2026 18:37
Neueröffnung: Karofé – Café und Rösterei in Großpetersdorf an der Hauptstraße 8

Matthias Raiger eröffnet am Sonntag die Kaffeerösterei „Karofé“ in Großpetersdorf, Hauptstraße 8, mit einem offenen Tag von 9 bis 18 Uhr und einer feierlichen Eröffnungszeremonie ab 13 Uhr. Darüber berichtet Welt Stimme.

GROSSPETERSDORF. Mit der Gründung der Kaffeerösterei „Karofé“ kehrt ein Stück Familiengeschichte zurück an den Ursprungsort. Die Hauptstraße 8 steht nicht nur als Standort, sondern symbolisiert auch die Erinnerung und das unternehmerische Erbe der Familie Raiger.

Im ehemaligen Lederfachgeschäft ihres Großvaters, wo Matthias Raiger als Kind seine erste Schultasche erhielt und sein Vater dort seine ersten Geschäfte tätigte, wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Dieses Projekt, das gemeinsam von Vater und Sohn initiiert wurde, hat eine besondere persönliche Bedeutung für die Familie.

Der architektonische Fokus lag auf der Wiederherstellung der ursprünglichen Substanz des Gebäudes, anstatt neue Elemente hinzuzufügen. „Das alte Dach wurde erhalten und lediglich mit einer Wärmedämmung versehen“, erklärte Raiger. Hierbei arbeiteten Freunde und langjährige Partner des Architekten mit.

Hochwertige Bauqualität

Das Resultat zeigt eine außergewöhnlich hochwertige Bauqualität, mit Raumhöhen von bis zu drei Metern und einer klaren, ruhigen Grundstruktur. „Die ehemalige Trennwand zum Nachbargrundstück wurde architektonisch in einen Fassadensprung übersetzt“, berichtet Raiger weiter. Die Bauzeit betrug knapp ein Jahr, die offizielle Eröffnung findet am 1. März statt.

Kindheitserinnerung an den Großvater

Besondere Elemente wie die Türgriffe der Eingangstüren wurden aufgearbeitet und wiederverwendet. Matthias Raiger sieht in ihnen mehr als nur historische Artefakte – sie sind für ihn Kindheitserinnerungen. „Die Griffe wurden von Hand mit Leder bezogen, das aus dem Fundus meines Großvaters stammt“, erläuterte Raiger.

Im Obergeschoss, das zuvor die Wohnung des Großvaters beherbergte und nun als Büro dient, wurde ein zuvor verbautes Fenster entdeckt. Dieses Detail symbolisiert eine Baukultur, die Kompetenz in Materialwahl und gestalterischen Mut vereint.

Eigene Rösterei

Karolin Raiger, eine ausgebildete Biotechnologin, bringt ihre Erfahrung im Qualitätsmanagement in das Unternehmen ein. Bei der Kaffeeröstung hebt sie hervor: „Wir verarbeiten Spezialitätenkaffee von kleinen regionalen Bauern.“ Die Röstung erfolgt auf einem gebrauchten Sechs-Kilogramm-Trommelröster.

Die Entscheidung für gebrauchte Maschinen steht im Einklang mit der Philosophie des Upcyclings. „Ressourcenschonung ist uns wichtig“, so Raiger. Die Rösterei zeichnet sich durch kleine Chargengrößen aus, die hochwertiges Kaffeerösten ermöglichen und gleichzeitig die Flexibilität erhöhen.

Sandra Scharka, die erfahrene Gastronomin, ergänzt das Konzept im Café mit regionalen Spezialitäten. „Karofé“ wird somit nicht nur ein Ort zum Kaffeegenuss, sondern auch ein Herzstück für Gemeinschaft und Tradition.

Das Konzept des „Karofé“-Abos ermöglicht es den Kunden, frischen Kaffee im Rhythmus ihres Bedarfs zu erhalten. Die Auslieferung erfolgt im Großraum Wien umweltfreundlich mit einem Lastenrad. Jedes Packerl wird im Siebdruckverfahren individuell bedruckt, was dem Produkt eine persönliche Note verleiht.

Matthias Raiger drückt es treffend aus: „Industrie produziert Gleichheit, Handwerk erlaubt Individualität.“ Durch diese Philosophie wird das „Karofé“ nicht nur zu einem Ort des Kaffeegenusses, sondern auch zu einem Erbe, das von Handwerk und Geschichte geprägt ist.

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