In Wels wurde ein neues Forschungszentrum für Wasserstoff eröffnet, das Unternehmen und Institutionen helfen soll, diese umweltfreundliche Energieform zu entwickeln und zu nutzen. Darüber berichtet Welt Stimme.
WELS. „Die Zukunft der Energieversorgung der Wirtschaft heißt ‚Wasserstoff’“, erklärte der Landesrat für Wirtschaft, Markus Achleitner (ÖVP), während der Eröffnung des neuen Wasserstoff-Forschungszentrums (H2) der Fachhochschule (FH) am Campus Wels. Laut Achleitner ist dies ein „bedeutender Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energiezukunft“, da die saubere und effiziente Nutzung von H2 angestrebt wird. Wasserstoff wird als Schlüsselelement für eine klimafreundliche Energieversorgung gesehen und soll die Schwerindustrie mit Brennstoff versorgen sowie den versorgungsengpass von Solarstrom im Winter ausgleichen. Auch der Einsatz in der Automobiltechnik soll steigen.
Insgesamt wurden 7,6 Millionen Euro in die Infrastruktur und den Aufbau des Wasserstoffforschungszentrums investiert, wobei Achleitner anmerkte, dass 6,4 Millionen Euro von der EU und dem Land Oberösterreich bereitgestellt wurden, während die Stadt Wels den Rest finanziert hat. Der laufende Betrieb wird aus den Forschungsgeldern der FH finanziert.
Forschung für die Zukunft in Wels
Das Zentrum umfasst eine multifunktionale Forschungs- und Testanlage für Wasserstoff auf einer Fläche von rund 600 Quadratmetern. Firmen und Institutionen sollen darin unterstützt werden, klimaneutrale Gase zu entwickeln und zu testen. Die Forschungsanlage für Strom, Wärme, Gase und Sektorkopplung beinhaltet vier Teststände. Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) äußerte sich erfreut über die Entwicklung und betonte:
„Wer Wels als die Energiehauptstadt Österreichs bezeichnet, liegt nicht falsch. Mit dem Energieschwerpunkt am Campus Wels sowie erfolgreichen Unternehmen und der eww als innovativem Energieversorger hat unsere Stadt diese Rolle gefestigt.“


