Ober-Grafendorf erhält vier „e’s“ im e5-Programm mit 69,2 Prozent Umsetzungsgrad

Dezember 9, 2025 18:29
Ober-Grafendorf erhält vier „e’s“ im e5-Programm mit 69,2 Prozent Umsetzungsgrad

Ober-Grafendorf gehört in diesem Jahr zu den führenden Gemeinden im Landesprogramm e5 und erzielte mit einem Umsetzungsgrad von 69,2 Prozent erneut die Auszeichnung mit vier „e’s“. Darüber berichtet Welt Stimme.

OBER-GRAFENDORF. Im Atrium Tulln versammelten sich etwa 90 Gemeindevertreter und e5-Beauftragte für einen Austausch mit Fachleuten aus der Energiewirtschaft. Im Mittelpunkt standen Themen wie Speichermanagement und das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz.

Im Rahmen der Veranstaltung „Pioniere der Energiewende“ wurden 18 niederösterreichische Gemeinden als Vorbilder im e5-Programm ausgezeichnet. Trotz verschärfter Kriterien konnte Niederösterreich seine Spitzenposition ausbauen. Insgesamt erzielten die 67 e5-Gemeinden in diesem Jahr 221 „e’s“, was einem Anstieg von 25 im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf hebt die Bedeutung kommunaler Maßnahmen hervor: Während weltweit über Klimapolitik diskutiert wird, wird in Niederösterreich täglich gehandelt. Jeder Schritt in Richtung Energieunabhängigkeit entlastet Haushalte und stärkt die regionale Wirtschaft.

Ober-Grafendorf überzeugt mit 69,2 Prozent

Ober-Grafendorf zeigt sich in diesem Jahr als Spitzenreiter: Die Gemeinde erreichte einen Umsetzungsgrad von 69,2 Prozent und wurde erneut mit vier „e’s“ ausgezeichnet.
Die Marktgemeinde verfolgt seit Jahren eine konsequente Klimaschutz- und nachhaltige Entwicklungspolitik. Im Jahr 2025 wird ein kommunaler Energieplan umgesetzt, der Stromversorgung, Wärme und Mobilität mit einem Fokus auf Klimafreundlichkeit ausrichtet. Grundlage dafür ist unter anderem das Verkehrskonzept der TU Wien und von Prof. Knoflacher.

Das Engagement der Gemeinde zeigt sich auch im Ortsbild: Das neue Ortszentrum ist mit dem GREENPASS®-Zertifikat ausgezeichnet und trägt die Auszeichnung „Goldene Kelle“. Radabstellanlagen werden kontinuierlich erweitert und durch eine Bike-&-Ride-Station am Bahnhof ergänzt. Zudem arbeitet die Gemeinde mit lokalen Betrieben an der Verbesserung der Energieeffizienz und der Förderung erneuerbarer Energien, wobei die Bevölkerung regelmäßig in Entscheidungsprozesse einbezogen wird.

Energieeffizienz als zentrale Zukunftsaufgabe

Niederösterreich trat 2010 als letztes Bundesland dem e5-Programm bei und beheimatet heute dennoch die meisten e5-Gemeinden Österreichs. Die neuen Kriterien bewerten vor allem den tatsächlichen Fortschritt, etwa beim Ausbau erneuerbarer Energien, der Gebäudesanierung, Verkehrsberuhigung sowie dem Ausstieg aus Öl und Gas.

Laut eNu-Expertin Monika Panek zeigen die Gemeinden eine bemerkenswerte Stabilität und Leistungsbereitschaft. Energieeffizienz bedeutet auch Kosteneffizienz und bietet großes Potenzial für das gesamte Bundesland. Bereits 2026 wird mit Zwettl eine weitere Gemeinde in das Programm aufgenommen. Weitere Kommunen haben ihr Interesse bekundet.

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