Am 12. Oktober begann mit dem feierlichen Spatenstich eines der größten Infrastrukturprojekte in Klagenfurt: In den kommenden Jahren wird das Alpen-Adria Familien- und Sportbad errichtet. Die Eröffnung ist für das erste Quartal 2028 geplant. Darüber berichtet Welt Stimme.
KLAGENFURT. Das neue Bad wird in Kärnten erstmals ein 50-Meter-Sportbecken mit einem großzügigen Familien- und Freizeitbereich vereinen. Das gesamte Projektvolumen beträgt rund 68 Millionen Euro, finanziert durch die Stadt, das Land, den Bund und interkommunale Fördermittel.
Sportdirektor Kärnten, Arno Arthofer, betonte: „Das Alpen-Adria Familien- und Sportbad ist ein Vorzeigemodell für die Kärntner Sportinfrastruktur. Es erfüllt nicht nur sportliche, sondern auch gesundheitliche, pädagogische und gesellschaftliche Aufgaben! Persönlich freue ich mich vor allem für die große Kärntner Sportfamilie, die diesen Spatenstich sehnsüchtig erwartet hat“.
Kritische Stimmen
Trotz der positiven Stimmen von Stadt, Land und Bund gab es auch kritische Reaktionen zum Spatenstich. ÖVP-Klubobmann Julian Geier bezeichnete die Veranstaltung als „Spatenstich-Zirkus“ und warnte vor den finanziellen Folgen für Klagenfurt. „Während sich manche heute beim Spatenstich feiern lassen, bleibt die Realität unverändert: Klagenfurt droht finanziell baden zu gehen, noch bevor im Hallenbad jemand schwimmen wird“, so Geier. Er forderte stattdessen eine umfassende Sanierung des Budgets und der Stadtstrukturen.
FPÖ nahm nicht teil
Die FPÖ übte ebenfalls scharfe Kritik und boykottierte die Feierlichkeiten. Parteichef Gernot Darmann, Stadträtin Sandra Wassermann und Klubobmann Andreas Skorianz erklärten: „Für eine billige Showpolitik stehen wir nicht zur Verfügung“. Besonders wurde kritisiert, dass zum Zeitpunkt des Spatenstichs noch keine genehmigte Baubewilligung vorlag. Obwohl man auf den baldigen Bau hofft, fehlte es an Anlass zur Feier.
Zentrum für Sport und Familien
Trotz der politischen Kontroversen bleibt das Projekt auf Kurs. Es wird über 12.000 Kindern in Klagenfurt und Umgebung zukünftig das Schwimmen ermöglichen und dem österreichischen Olympiakader zusätzliche Trainingsmöglichkeiten bieten. Neben dem 50-Meter-Becken werden auch eine Sprunganlage, ein Kältebecken, ein Kleinkinderbereich, eine Rutsche sowie ein moderner Gastro- und Wellnessbereich entstehen.
Fertigstellung 2028
Laut der Stadtwerke Klagenfurt soll der Bau im Jahr 2026 beginnen. Der Zeitplan sieht einen Probebetrieb für Dezember 2027 vor, die offizielle Eröffnung ist für das erste Quartal 2028 angesetzt. Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt erklärte: „Wir fördern das 50-Meter-Becken als essenzielle Infrastruktur für den Breiten- und Leistungssport. Jede neue Schwimmmöglichkeit stärkt die sportliche Entwicklung in Österreich“.
„Jetzt geht’s endlich los“
Landeshauptmann Peter Kaiser beschrieb das Projekt als eines „für Generationen“. „Die Kärntner Bevölkerung hat schon viel zu lange ohne Hallenbad in der Landeshauptstadt auskommen müssen“. Bürgermeister Christian Scheider zeigte sich erleichtert über den Baubeginn: „Nach 20 Jahren Diskussion ist der heutige Spatenstich wie ein Befreiungsschlag. Jetzt geht es endlich los“.
Live-Kameras
STW-Vorstände Erwin Smole und Harald Tschurnig bekräftigten: „Nun können wir endlich mit dem offiziellen Auftrag der Stadt Klagenfurt, für Klagenfurt ein neues Familien- und Sportbad zu errichten, beginnen. Über den Fortschritt der Bauarbeiten werden wir regelmäßig informieren, zudem bietet eine Online-Kamera in Kürze die Möglichkeit, den Bauablauf jederzeit live mitzuverfolgen“.


