Steiermark: Standortpartnerschaft beschließt zehn Maßnahmen zur Stärkung der Wirtschaft

Feber 2, 2026 17:29
Steiermark: Standortpartnerschaft beschließt zehn Maßnahmen zur Stärkung der Wirtschaft

Am Montag wurden in der Sitzung der Standortpartnerschaft Steiermark zehn konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes beschlossen. Der Fokus liegt auf neuen Leitprojekten, dem Ausbau der Infrastruktur sowie Impulsen in Technologie- und Industriebereichen. Die SPÖ kritisiert fehlende „konkrete“ Maßnahmen. Darüber berichtet Welt Stimme.

Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

Die Standortpartnerschaft Steiermark tagte am Montag im Rittersaal des Grazer Landhauses. Anwesend waren Vertreter der Landesregierung, der Sozialpartner, steirischer Hochschulen sowie anderer Institutionen. Unter Vorsitz von Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer (ÖVP) wurde ein Maßnahmenpaket zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts vorgestellt. Ziel ist es, Investitionen, Konsum und Wettbewerbsfähigkeit in der Steiermark zu stärken.

Ehrenhöfer bezeichnete die Standortpartnerschaft als „Allianz der Willigen“ und betonte die Notwendigkeit, die erarbeiteten Maßnahmen konsequent umzusetzen. „Wenn wir in der Steiermark auch in Zukunft ein entsprechendes Wirtschaftswachstum haben wollen, müssen wir Investitionen und Konsum beleben“, so der Landesrat.

Das Maßnahmenpaket umfasst mehrere Schwerpunkte, wie die Entwicklung neuer Themenfelder und Leitprojekte für steirische Unternehmen. Nach dem bereits eingeleiteten Fokus auf Batterietechnologie liegen in diesem Jahr unter anderem Impulse in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung sowie Werkstoffe auf dem Plan. Darüber hinaus sollen regionale Leitprojekte die Wertschöpfung in den einzelnen Landesteilen erhöhen.

Verbesserung der Infrastruktur und Internationalisierung

Ein weiterer Bereich des Maßnahmenpakets konzentriert sich auf die Verbesserung der Infrastruktur und Sichtbarkeit Steiermarks im internationalen Wettbewerb. Vorgesehen sind der Ausbau von Verkehrs- und Dateninfrastruktur sowie die Intensivierung internationaler Kontakte. Das Standortmarketing soll stärker koordiniert werden. Weitere Maßnahmen beziehen sich auf die Begleitung der Mobilitätsindustrie im Transformationsprozess, Produktivitätssteigerungen durch Künstliche Intelligenz und Automatisierung, den Abbau bürokratischer Hindernisse sowie den Ausbau von Qualifizierungsangeboten für den Arbeitsmarkt.

Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) unterstrich die hohe Bedeutung des Wirtschaftsstandorts für die Landesregierung: „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es entscheidend, gemeinsam an der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zu arbeiten und konkrete Schritte zu setzen.“ Manuela Khom (ÖVP), die Landeshauptmann-Stellvertreterin, fügte hinzu: „Wir bündeln die Kräfte aller Partner, um gemeinsam an der wirkungsvollen Weiterentwicklung unseres Standortes zu arbeiten. Denn wir brauchen eine starke Wirtschaft und sichere Arbeitsplätze.“

SPÖ kritisiert unkonkrete Maßnahmen

Kritische Stimmen kamen von der steirischen SPÖ, die die Ergebnisse der Sitzung als unzureichend bezeichnete. Parteivorsitzender Max Lercher bemängelte, dass seit Monaten konkrete Vorschläge zur Stärkung des Standorts nicht aufgegriffen wurden. „Was versteht diese Landesregierung unter ‚konkret‘? Die Maßnahmen sind nicht greifbar. Mehr als lose Absichtserklärungen sind nicht erkennbar“, so Lercher.

Das ist ein Titel

Die Standortpartnerschaft Steiermark ist im Regierungsprogramm des Landes verankert. Beteiligt sind neben der Landesregierung die Wirtschaftskammer, die Arbeiterkammer, die Industriellenvereinigung, der ÖGB, das AMS, die Steirische Hochschulkonferenz, der Gemeinde- und der Städtebund, die Landwirtschaftskammer und die Landarbeiterkammer. In themenspezifischen Arbeitsgruppen analysieren sie wirtschaftliche Entwicklungen und erarbeiten Vorschläge für standortpolitische Maßnahmen.

Quelle: Land Steiermark

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