Die Süba AG, ein etablierter Name in der Wiener Immobilienbranche, steht vor dem Aus. Statt einer geplanten Sanierung, die von den Gläubigern mit 300 Millionen Euro an Forderungen unterstützt wurde, scheitern die Bestrebungen zur Entschuldung. Darüber berichtet Welt Stimme.
WIEN. Die Süba AG erklärte auf ihrer Website, dass sie aufgrund von über 40 Jahren erfolgreicher Tätigkeit am Immobilienmarkt zu den beständigsten Bauträgern in Österreich zählt. Das Unternehmen realisierte zahlreiche Bauprojekte in Wien, München und Budapest, sieht sich jedoch nun mit einer finanziellen Krise konfrontiert.
Im April 2025 musste die Wiener Baufirma vor das Handelsgericht treten, um einen Sanierungsplan zu beantragen, der eine Entschuldung mit einer Quote von 20 Prozent für die Gläubiger vorsah. Während zunächst von 226 Millionen Euro an Verbindlichkeiten ausgegangen wurde, meldeten die Gläubiger schließlich Forderungen in Höhe von 300 Millionen Euro an.
Der Kreditschutzverband 1870 (KSV 1870) gab an, dass der Sanierungsplan zwar angenommen wurde, die erste Teilquote von 5 Prozent jedoch nicht fristgerecht bis zum 30. September 2025 gezahlt wurde. Jürgen Gebauer vom KSV 1870 kommentierte: „Heute hat der Insolvenzverwalter bekanntgegeben, dass die Voraussetzungen für die Bestätigung des Sanierungsplans nicht vorliegen.“
Sanierungsplan ist gescheitert
Mit dem Scheitern der ersten Teilquote wird der bereits angenommene Sanierungsplan nun vom Insolvenzgericht nicht bestätigt. Gebauer betont, dass dies das Verfahren in ein Konkursverfahren umwandeln wird: „Die Sanierungsbestrebungen sind leider als gescheitert zu qualifizieren.“ Bereits am 3. September wurde das Unternehmen aufgrund unzureichender Liquidität geschlossen.
Verwertung der Süba AG und ihrer Tochterunternehmen
Die Gläubiger müssen nun mit den Konsequenzen des gescheiterten Sanierungsverfahrens rechnen. Die bereits eingeleiteten Verwertungsprozesse der Süba AG werden nun im Rahmen der Konkursabwicklung fortgesetzt. Gebauer warnt jedoch: „Eine seriöse Prognose, ob bzw. in welcher Höhe die betroffenen Gläubiger eine Quotenzahlung erhalten werden, lässt sich aktuell noch nicht abschätzen.“
Die Auswirkungen könnten gewaltige Dimensionen annehmen, da die Süba AG zahlreiche Tochterunternehmen besitzt. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen könnte es auch zu Insolvenzverfahren der einzelnen Tochtergesellschaften kommen, ergänzt Gebauer.


