Die Veranstaltung „Zukunft Tierwohl – Hofbesuch am Berg“ beleuchtete die Umsetzung von Tierwohl im Alltag der Landwirtschaft. Gastgeberin war die Landwirtin und Farmfluencerin Magdalena Esterhammer, die auf sozialen Medien als „leni.vom.bichlhof“ bekannt ist und Einblicke in ihre tägliche Arbeit gibt. Darüber berichtet Welt Stimme.
TIROL. Während eines Rundgangs über den Hof erläuterte Esterhammer ihre Arbeitsweise. Sie stellte die Tiere und Stallungen vor und thematisierte die speziellen Herausforderungen der Landwirtschaft im steilen Gelände. Schwerpunkte waren unter anderem die Milchproduktion, Alm- und Heuwirtschaft. Zudem wurden die Anforderungen an die Tierhaltung in Hanglagen und die Prinzipien einer nachhaltigen Bewirtschaftung angesprochen. „Tierwohl ist kein abstrakter Begriff, kein theoretisches Konzept, sondern tägliche Praxis bei uns am Hof“, betonte die Betriebsführerin. „Verantwortung für Tiere, Arbeitsaufwand und wirtschaftliche Realität müssen immer zusammen gedacht werden“.
Landwirtschaft zwischen Tradition und Herausforderungen
Während des Hofbesuchs nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, Fragen zu stellen und in den Dialog zu treten. Es wurden gesellschaftliche Erwartungen, wirtschaftlicher Druck und mögliche Lösungen für die Zukunft der Landwirtschaft diskutiert. Der Austausch verdeutlichte, dass nachhaltige Landwirtschaft in Berggebieten viel Handarbeit, Fachwissen und Anpassungsfähigkeit an die natürlichen Gegebenheiten erfordert. Kleinstrukturierte Betriebe spielen hierbei eine bedeutende Rolle, indem sie nicht nur die Lebensmittelproduktion sichern, sondern auch zur Pflege der Kulturlandschaft und zur regionalen Versorgung beitragen.
Einblicke über Social Media
Magdalena Esterhammer erlangte Bekanntheit durch ihre Online-Aktivitäten. Als Teil der sogenannten Farmfluencer gibt sie auf sozialen Netzwerken Einblicke in ihren Bauernhofalltag. Ingesamt beteiligen sich 24 Farmfluencer aus Österreich an dieser Initiative. Sie vermitteln der Öffentlichkeit, welche Leistungen die Land- und Forstwirtschaft erbringen. Formate wie der Hofbesuch zielen darauf ab, den Dialog zwischen Landwirtschaft und Bevölkerung zu fördern. Direkte Begegnungen und offene Gespräche sollen helfen, ein besseres Verständnis für die Arbeit auf den Höfen zu schaffen. Organisatoren und Betriebe planen daher weitere Veranstaltungen dieser Art.


