Tipps für den Black Friday: So erkennst du echte Schnäppchen in Österreich

November 26, 2025 05:14
Tipps für den Black Friday: So erkennst du echte Schnäppchen in Österreich

Österreich bereitet sich auf den kommenden „Black Friday“ vor, der heuer am 28. November stattfinden wird, und bietet zahlreiche Tipps von Konsumentenschützern. Darüber berichtet Welt Stimme.

Der „Black Friday“, traditionsgemäß ein Tag nach dem US-Feiertag Thanksgiving, wird von vielen Anbietern auf die gesamte Woche unter dem Namen „Black Week“ ausgeweitet. Verbraucher können mit einer Vielzahl von Rabatten rechnen, doch Experten warnen vor übertriebenen Preisnachlässen und teuren Fallen, insbesondere im Online-Handel.

Kaufentscheidung mit Bedacht treffen

Die Arbeiterkammer (AK) Wien empfiehlt, sich ausreichend Zeit zu nehmen und die Preise zu vergleichen sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufmerksam zu lesen. Jakob Kalina von der AK bemerkt: „Wo Angebot draufsteht, ist nicht zwangsläufig ein Angebot drin.“ Verbraucher sollten kritisch hinterfragen, ob sie das Produkt tatsächlich benötigen.

Es wird geraten, beim Einkaufen geduldig zu sein, da nicht jedes vermeintlich limitierte Angebot tatsächlich ein Schnäppchen darstellt. Händler sind verpflichtet, den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage anzugeben und ihre Rabattaktionen entsprechend zu bewerben, was den Käufern hilft, echte Angebote von Fake-Rabatten zu unterscheiden.

Versteckte Kosten vermeiden

Hohe Versandkosten und Zollgebühren können Schnäppchen schnell zu einer teuren Angelegenheit machen, insbesondere bei Bestellungen aus dem EU-Ausland. Daher empfiehlt die AK, das Kleingedruckte zu lesen und bei verlockend günstigen Preisen skeptisch zu sein. „Betrügerische Fake-Shops versuchen, Ihnen Geld und persönliche Daten zu entwenden“, warnt die AK. Käufer sollten daher Shop-Bewertungen prüfen und keine Vorauszahlungen leisten.

Rückgaberechtsinformationen

Im Hinblick auf Rückgaberechte erklärt Johanna Pichler vom Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ), dass Käufer im Online-Handel auch bei Rabattwaren das Recht haben, binnen 14 Tagen nach Erhalt von ihrem Kauf zurückzutreten, wobei bestimmte Produkte wie Event- oder Flugtickets davon ausgeschlossen sind. In Geschäften bieten manche Händler freiwillige Rückgabemöglichkeiten an, reduziert Ware ist jedoch meistens ausgeschlossen.

Prüfung von Preisvergleichsplattformen

Die AK Wien rät zur Nutzung von Preisvergleichsportalen wie „geizhals.at“ oder „idealo.at“, um Preisalarme einzustellen, die Käufern helfen, die besten Preise zu finden – auch unabhängig vom „Black Friday“. Eine aktuelle Untersuchung von idealo zeigt, dass Männer durchschnittlich 454 Euro ausgeben, während Frauen mit etwa 246 Euro kalkulieren.

Die Studie weist darauf hin, dass Frauen eher Mode, Accessoires und Artikel für Haus und Garten suchen, während Männer Elektroartikel sowie Spieleprioritäten setzen. Die höchste Kaufabsicht zeigt sich bei den 25- bis 34-Jährigen mit 64,5 Prozent.

Konsumentenausgaben in Österreich

Eine Studie des Handelsverbands (HV) zeigt, dass 71 Prozent der österreichischen Befragten in diesem Jahr den „Black Friday“ für Einkäufe nutzen oder planen. Tirol und Vorarlberg führen mit durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben von 334 Euro, gefolgt von Oberösterreich und Salzburg mit 317 Euro. Am unteren Ende der Skala stehen Niederösterreich und das Burgenland, wo jeder durchschnittlich 257 Euro ausgibt.

Mit den hilfreichen Tipps der Experten sind die Käufer bestens für den „Black Friday“ gerüstet. Plattformen wie „Blackfriday.at“ aggregieren zahlreiche Angebote und Aktionen von einer Vielzahl von Händlern. Im Gegensatz dazu führt die Drogeriekette „dm“ auch in diesem Jahr ihren „Giving Friday“ durch, bei dem fünf Prozent der Tageseinnahmen für bürgerschaftliches Engagement gespendet werden.

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