Tirol verzeichnet mit 4,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote in Österreich — Tourismus treibt Wirtschaftswachstum an

Feber 2, 2026 14:18
Tirol verzeichnet mit 4,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote in Österreich — Tourismus treibt Wirtschaftswachstum an

Tirol führt erneut die österreichische Arbeitsmarktstatistik mit einer Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent an. Rekordbeschäftigung, starkes Wachstum und zahlreiche Unternehmensgründungen lassen auf eine positive Entwicklung hoffen.

TIROL. Das Bundesland Tirol hält auch zu Beginn des Jahres 2026 seine führende Rolle am Arbeitsmarkt. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent im Januar 2026 verzeichnet Tirol erneut den niedrigsten Wert im Vergleich zu anderen Bundesländern. Zum Vergleich: Der österreichische Durchschnitt liegt bei 8,8 Prozent. Gegenüber dem Vormonat bleibt die Quote stabil, wie die aktuellen Zahlen des AMS Tirol zeigen. Landeshauptmann Anton Mattle beschreibt die Situation als eine Entwicklung, die nicht selbstverständlich ist:

„Ein Blick auf die österreichweite Entwicklung zeigt: Dass in Tirol so viele Menschen Arbeit haben und damit ihren Lebensunterhalt sichern können, passiert nicht einfach – es sind die positiven Effekte durch starken Tourismus sowie den starken Unternehmen in Wirtschaft und Industrie. Die Arbeitslosenquote ist erstmals seit zwei Jahren stabil. Gleichzeitig verzeichnen wir eine Rekordbeschäftigung, das Wirtschaftswachstum ist das stärkste in Österreich und auch die Unternehmensgründungen sind auf einem Höchststand. All das zeigt: Wir dürfen zuversichtlich sein, dass es weiter bergauf geht und sich der Arbeitsmarkt stabilisiert.“

Darüber berichtet Welt Stimme.

„Bergauf für Österreich“ als gelebtes Motto

Die aktuellen Zahlen passen laut LH Mattle auch zum Vorsitz-Motto Tirols auf Bundesebene: „Ganz in diesem Sinne ist ‚bergauf‘ auch das Motto des aktuellen LH-Vorsitzes von Tirol. Im Fokus steht unter anderem die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs. Mein Ziel ist es, mutige Reformen anzukurbeln: Dort, wo Veränderungen notwendig sind, müssen die Bundesländer die Spitze der Veränderung sein. Mit einem Budget ohne neue Schulden, der laufend niedrigsten Arbeitslosenquote und dem starken Wirtschaftswachstum gehen wir in Tirol mit gutem Beispiel voran.“

Tourismus als tragende Säule

Ein wesentlicher Faktor für die positive Arbeitsmarktsituation ist der Tourismus. Laut AMS Tirol profitiert der Arbeitsmarkt derzeit von einer florierenden Bauwirtschaft und einer sehr starken Wintersaison. Bislang wurden rund neun Prozent mehr Nächtigungen und etwa acht Prozent mehr Ankünfte im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Allein im Dezember 2025 zählte Tirol fast fünf Millionen Nächtigungen.

„Der Tourismus ist und bleibt für Tirol ein wichtiges Standbein. Hunderte Betriebe und ihre Arbeitsplätze – vom Kleinstunternehmen bis hin zum Großunternehmertum – hängen direkt oder indirekt mit dem Tourismus zusammen. Umso erfreulicher, dass wir auf eine Rekordsaison im Tourismus hinsteuern“, betont LH Mattle.

Fokus auf Langzeitarbeitslose

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung bleibt die steigende Langzeitarbeitslosigkeit eine Herausforderung. Aktuell sind in Tirol 2.249 Personen langzeitbeschäftigungslos, ein Anstieg von knapp 16 Prozent. Das Land setzt hier gezielt Gegenmaßnahmen. Arbeitslandesrätin Astrid Mair erklärt:

„Auch wenn wir zuversichtlich in dieses Arbeitsmarkt-Jahr starten, gibt es Herausforderungen, denen wir unsere Aufmerksamkeit widmen müssen – unter anderem der Anstieg an Langzeitarbeitslosigkeit. Um Langzeitarbeitslose zu unterstützen, investieren wir beispielsweise ganz gezielt in sozialökonomische Betriebe.“

Diese Betriebe beschäftigen im Jahresschnitt rund 200 Transitarbeitskräfte und bereiten sie auf den Wiedereinstieg in den regulären Arbeitsmarkt vor. Rund 30 Prozent schaffen den Sprung zurück in eine reguläre Beschäftigung. „Die sozialökonomischen Betriebe stellen eine unverzichtbare Unterstützung für langzeitarbeitslose Personen zur Arbeitsmarktintegration dar“, so Mair. Für 2026 stellt das Land hierfür mehr als 1,5 Millionen Euro an Zuschüssen bereit.

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