Der Alpenländische Kreditorenverband hat bekannt gegeben, dass am Landesgericht Klagenfurt ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der „Toredo Medicom“ in der St. Jakober Straße 1 in 9020 Klagenfurt eröffnet wurde. Es handelt sich um ein Konkursverfahren.
KLAGENFURT. Laut AKV wurde die insolvente GmbH im November 2020 gegründet und spezialisierte sich auf den Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln. Während der COVID-19-Pandemie konzentrierte sich das Unternehmen auf Testungen. Ein weiterer Unternehmensgegenstand war der Erwerb, das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen sowie der Ankauf und Verkauf von Immobilien. Darüber berichtet Welt Stimme.
Neuausrichtung erfolglos
In der Covid-Phase konnten laut AKV sehr gute Umsätze erzielt werden, die jedoch danach erheblich einbrachen. Die Schuldnerin versuchte, sich strategisch auf die Forschung und Entwicklung hocheffizienter DNA- und Blutanalytik-Verfahren auszurichten. „Das Kernziel war die Reduktion des Materialeinsatzes bei gleichzeitiger Steigerung der Kosteneffizienz, um einen Wettbewerbsvorteil in der Diagnostikbranche zu erlangen. Im Laufe der Forschungsarbeiten stellte sich heraus, dass diese Nebenfelder nicht die erhofften Synergieeffekte boten und technologisch nicht zielführend für das Unternehmen waren“, berichtet der AKV.
Hohe Personalkosten
Der Forschungseinsatz erforderte hochqualifiziertes Fachpersonal, was zu hohen Personalkosten führte, die aufgrund der mangelnden Marktreife der Produkte nicht durch Umsatzerlöse gedeckt werden konnten. Letztlich scheiterten auch die Kapitalbeschaffungsmaßnahmen, was zur Einstellung des Betriebs führte.
Betrieb geschlossen
Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf etwa 972.000 Euro, während die Aktiva lediglich etwa 28.000 Euro betragen. Dies ergibt eine Überschuldung von rund 944.000 Euro. Von der Insolvenz sind laut AKV 31 Gläubiger betroffen. Der Antrag zeigt, dass der Betrieb bereits geschlossen wurde und nicht wiedereröffnet werden soll.


