Winterthur-Haus am Karlsplatz verkauft
Das Winterthur-Haus am Karlsplatz in Wien wurde für 28 Millionen Euro verkauft, was die Erinnerungen an jahrelange Streitigkeiten und Diskussionen um das Gebäude wieder aufleben lässt. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Zurich Versicherung war viele Jahre Eigentümerin des Winterthur-Hauses, das sich zwischen Karlskirche und Wien Museum an einer zentralen Lage befindet. Die Versicherung plante, das Gebäude im Zuge einer Sanierung des Wien Museums um zwei Etagen zu erhöhen, was jedoch im Bezirk auf großen Widerstand stieß.
Planung und Ablehnung
Nachdem es anfängliche Verhandlungen gab, einigten sich die Bauwerbenden mit der Stadt Wien auf einen Kompromiss. Das Gebäude dürfte lediglich erhöht werden, wenn der Abstand zur Karlskirche fünf Meter beträgt und die Fläche vor dem Haus neu gestaltet wird. Zudem sollte das Wien Museum, einst über eine Verbindung direkt angeschlossen, abgetrennt werden.
Die Magistratsabteilung 37 – Baupolizei erteilte im September 2019 Genehmigungen für den Teilabbruch der Verbindungsbrücke sowie für innerbetriebliche Änderungen im Winterthur-Haus. Der eigentliche Abbruch fand jedoch statt, während der Rest der Genehmigung nach vier Jahren erlosch, wie die Behörde mitteilte.
Trotz der Sanierung des Wien Museums und dem Abbruch des Verbindungsbauwerks blieb das Winterthur-Haus unverändert. Die ursprünglich geplanten Arbeiten wurden nie ausgeführt, was nun zeigt, dass die Zurich Versicherung das Projekt aufgegeben hat.
Verkauf und Zukunft des Gebäudes
Zur Frage des Verkaufs sagte die Zurich Versicherung, dass sie ihr Immobilienportfolio regelmäßig überprüfe, um sicherzustellen, dass es sich positiv und nachhaltig entwickelt. „Im Rahmen dieser laufenden Portfolioanpassungen haben wir uns dazu entschlossen, das Winterthur Haus zu veräußern“, erklärte ein Sprecher des Unternehmens.
Bezüglich der gescheiterten Pläne zur Aufstockung gab die Versicherung an, dass sie keine weiteren Angaben zu früheren internen Überlegungen machen könne.
Änderung der Rahmenbedingungen
Die neue Besitzergesellschaft Breiteneder Immobilien (BIP Immobilien) plant nun, die technischen Grundlagen und baurechtlichen Möglichkeiten des Gebäudes zu prüfen. BIP Immobilien hat auf eine Anfrage bezüglich weiterer Details bisher nicht reagiert, und derzeit liegen keine neuen Baupläne zur Genehmigung bei der Baupolizei vor.


