Voitsberg startet grenzüberschreitendes Projekt „Dirdet“ zur Revitalisierung ländlicher Gemeinden

Oktober 30, 2025 20:14
Voitsberg startet grenzüberschreitendes Projekt "Dirdet" zur Revitalisierung ländlicher Gemeinden

Die Stadtgemeinde Voitsberg hat das Projekt „Dirdet“ zur Revitalisierung ländlicher Zentren gestartet, basierend auf Technologien eines digitalen Zwillings. Im Rahmen des Interreg-Programms Slowenien-Österreich vereint „Dirdet“ die Thermen-Gemeinde Moravske Toplice, die Stadtgemeinde Voitsberg, die Alma Mater Europea Universität und Kampus GmbH. Darüber berichtet Welt Stimme.

In Grenzregionen sind ländliche Gemeinden mit Problemen wie Abwanderung, eingeschränktem Zugang zu Dienstleistungen und dem Verfall von Gebäuden konfrontiert. Das grenzüberschreitende Projekt „Dirdet“ setzt innovative Ansätze in der Raumplanung um und nutzt fortschrittliche digitale Werkzeuge. 

„Dirdet“ ist Teil des Interreg-Programms Slowenien-Österreich 2021-2027 und hat als Partner neben der Stadtgemeinde Voitsberg auch die Thermen-Gemeinde Moravske Toplice, die Alma Mater Europea Universität sowie die Kampus GmbH. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung integrierter räumlicher Entwicklungskonzepte und die Erprobung digitaler Zwillinge zur Simulation ökologischer, wirtschaftlicher und transportbezogener Szenarien. Voitsberg fungiert dabei als Pilotprojekt-Partner.

Große Ehre für Voitsberg

„Wir fühlen uns geehrt, Teil dieser strategischen Kooperation zwischen Slowenien und Österreich zu sein“, sagte Stadtamtsdirektor Gernot Thürschweller. „Dirdet vereint Fachwissen in Raumplanung, künstlicher Intelligenz und lokaler Gemeinschaftsbeteiligung. Der Digitale Zwilling ermöglicht es uns, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Fachleuten nachhaltige Lösungen zu entwickeln und ländliche Zentren als lebendige und attraktive Orte der Zukunft neu zu gestalten.“

Bürgermeister Bernd Osprian zeigt sich stolz über die Rolle Voitsbergs als Vorreiter. „Mit Dirdet gehen wir in Voitsberg einen wichtigen Schritt in Richtung zukunftsorientierter Stadtentwicklung. Der Digitale Zwilling eröffnet uns neue Möglichkeiten, um räumliche Veränderungen sichtbar zu machen und Entscheidungen im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu treffen“, äußerte Osprian.

Entwicklung von Orts- und Stadtzentren

Das Projekt konzentriert sich auf die beiden Pilotgebiete Moravske Toplice in Slowenien und Voitsberg, wo 3D-Modelle der jeweiligen Stadtzentren entwickelt und Simulationen unterschiedlicher Entwicklungsszenarien durchgeführt werden. Der Digitale Zwilling wird zudem als Plattform dienen, die es den Einwohnerinnen und Einwohnern ermöglicht, aktiv an der Gestaltung der Zukunft ihrer Gemeinden mitzuwirken.

Zu den erwarteten Ergebnissen gehören die Erstellung von integrierten Entwicklungskonzepten für Moravske Toplice und Voitsberg sowie eine funktionsfähige Plattform mit 3D-Modellen und Simulationsfunktionen. Darüber hinaus sollen strukturelle Empfehlungen und methodische Leitlinien erarbeitet werden, die auf andere ländliche Gemeinden in Slowenien, Österreich und darüber hinaus übertragbar sind. Besondere Beachtung findet die Stärkung der Gemeinde-Kapazitäten zur Bewältigung komplexer räumlicher Prozesse und die aktive Einbindung der Bürger zur Förderung von lokalem Engagement.

Überwindung von strukturellen Herausforderungen

„Das Projekt Dirdet wird aufzeigen, wie innovative digitale Lösungen kleinen ländlichen Gemeinden helfen können, strukturelle Herausforderungen zu überwinden, die Lebensqualität zu verbessern und für zukünftige Generationen attraktiver zu werden“, erklärte Michael Weiß, Projektkoordinator der Stadtgemeinde Voitsberg.

Die Rolle der Stadtgemeinde Voitsberg als österreichischer Pilotpartner ist vielfältig und umfasst die Organisation von Veranstaltungen, die Förderung der Bürgerbeteiligung sowie Öffentlichkeitsarbeit. Die Eigenmittel der Stadt betragen 42.739,20 Euro, während das Gesamtvolumen des Projekts 940.368,24 Euro umfasst, wovon 80 Prozent vom Interreg-Programm beigesteuert werden. Das Projekt begann am 1. August und läuft bis zum 31. Juli 2028.

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