Wiener Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál (SPÖ) zieht kurz vor dem Jahreswechsel eine positive Bilanz der Sanierungsarbeiten im Gemeindebau. Derzeit sind 99 Großsanierungen in Vollzug, mit einem Investitionsvolumen von 1,16 Milliarden Euro, um die Zukunft bestehender Gebäude zu sichern. Darüber berichtet Welt Stimme.
In Wien wird intensiv an den Gemeindebauten gearbeitet. Momentan läuft eine Sanierungsoffensive für etwa 35.000 der insgesamt 220.000 Mietenden. In der laufenden Bauphase sind 99 von insgesamt 1.800 Wohnhausanlagen betroffen.
Für diese Maßnahmen werden rund 1,16 Milliarden Euro aufgebracht. „Mit unserem milliardenschweren Sanierungsprogramm stellen wir sicher, dass leistbare Mieten, hohe Wohnstandards und wirksame Maßnahmen für Klimaschutz und Energieeffizienz Hand in Hand gehen. Und sorgen mit diesem Rekordeinsatz auch für eine nachhaltige Stärkung der Bauwirtschaft“, so Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál (SPÖ).
Elf Bauten erfolgreich saniert
Obwohl der Großteil der Projekte sich nach wie vor in der Vorbereitungs- und Planungsphase befindet, wurden 23 Großsanierungen im Wert von 200 Millionen Euro bereits in diesem Jahr gestartet. Bis 2025 werden elf Wohnbauten vollständig saniert, darunter eine Anlage in der Gemeindeberggasse 10-24 (Hietzing, Baujahr 1958). Hier wurden die Fassade sowie die Geschoss- und Kellerdecke gedämmt, sowie neue Wärmeschutzfenster und Türen installiert. Ziel ist eine Reduktion des Heizwärmebedarf um über 75 Prozent.
Bereits abgeschlossen sind die Sanierungsmaßnahmen in dem 79 Mietwohnungen umfassenden Gemeindebau in der Weiglgasse 11 (Rudolfsheim-Fünfhaus, Baujahr 1978). Hier wurden Balkonzubauten und -ausbauten modernisiert, Loggien wärmedämmend vollverglast und Fenster sowie Türen erneuert.
Im Stiegel-Hof in der Redtenbachergasse 22-32 (Ottakring, Baujahre 1930/31) wurden nach der Sanierung fünf neue Dachgeschosswohnungen geschaffen. Die Stiegenhäuser sind jetzt barrierefrei zugänglich und mit einer Rauch- und Wärmeabzugsanlage ausgestattet, alle Wohnungen verfügen über neue Brandschutztüren. Man rechnet mit einer Reduktion des Heizwärmebedarfs um 80 Prozent.
Wirtschaft profitiert von Sanierungen
Die aktuelle Bauphase ist nicht die einzige. Seit 2020 wurden bereits 79 Großsanierungen mit rund 9.500 Gemeindewohnungen und Investitionen von über einer halben Milliarde Euro realisiert. Von den damit verbesserten Wohnverhältnissen profitieren bereits über 23.000 Menschen, aber auch die Wirtschaft, insbesondere Tischler- und Spenglerbetriebe sowie deren Zulieferer, kommen durch diese Maßnahmen zum Zug. Die Herausforderung bei den Bauarbeiten liegt darin, die Sanierungen mit dem Denkmalschutz in Einklang zu bringen.


