Erneuter Erfolg für die heimische Imkerei: Bei der „Goldenen Honigwabe 2025“ in Wieselburg überzeugten Imker aus dem Waldviertel mit größter Qualität und schmackhaftem Blütenhonig. Insbesondere die Produkte aus Sallapulka, Gars und Röschitz glänzten auf dem Siegertreppchen und zeigen einmal mehr die enge Verbindung zwischen Natur und Imkerei.
BEZIRK HORN. Die Imkerei im Bezirk Horn hat sich bei der Messe „Die goldene Honigwabe 2025“ erneut von ihrer besten Seite präsentiert. Besonders herausragend war die Imkerei „Waldviertler Edelpilz“ von Bernadette Rameder und Gerald Schöls aus Sallapulka, die mit ihrem Blütenhonig den zweiten Platz erreichte. Ihre Produkte wurden bereits mehrfach mit Gold- und Silbermedaillen ausgezeichnet. Für das Paar ist der Wettbewerb nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch eine Plattform, um die Qualität ihrer Produkte unter Beweis zu stellen, wertvolles Feedback zu sammeln und die regionale Imkerei in den Fokus zu rücken. Darüber berichtet Welt Stimme.
Seit 2017 betreiben Rameder und Schöls ihre Imkerei mit einem klaren Prinzip: naturnahe und schonende Arbeit, die die Ressourcen schont. Statt den Bienen im Spätsommer den gesamten Honig zu entnehmen, lassen sie einen Teil als Wintervorrat. Dies verringert den Zusatzfutterbedarf und bietet den Bienen ein gesundes Umfeld. Das Resultat ist ein Honig, der nicht nur mild und naturbelassen schmeckt, sondern auch die Verbundenheit der Imker mit ihrer Umgebung widerspiegelt.
Goldenes Waldviertel
Ein weiterer Gewinner stammt aus Gars am Kamp: Hubert Steiner von der BioImkerei Steiner sicherte sich den ersten Platz in der Kategorie Blütenhonig. Sein BIO-zertifizierter Lagenhonig „Hasenzagl“ spiegelt die besondere Landschaft und Vegetation des mittleren Kamptals wider. Steiner prägt seinen Erfolg auch durch das GOX-Zertifikat 150+, das die hohe Enzymaktivität seines Honigs bestätigt – eine Seltenheit unter Honigen und ein Zeichen für höchste Qualität.
Die Bio-Imkerei Steiner kombiniert traditionelles Handwerk mit umfangreichem Wissen und viel Liebe zum Detail. Mit Bienenvölkern, die zwischen 20.000 und 50.000 Bienen zählen, stellt jede Ernte ein Zeichen für Sorgfalt und Leidenschaft dar. Steiner zieht Vergleiche zu Wein: Lage, Jahr und Jahreszeit machen jeden Tropfen einzigartig. Verbraucher genießen mit seinem Honig nicht nur Blütennektar, sondern auch ein Stück Waldviertler Naturgeschichte.
Bienen und Imker voller Stolz
Auch der Jungimker Jonathan Maurer aus Röschitz feierte einen Erfolg: Mit seinem „Joni Honig“ belegte er den zweiten Platz in der Kategorie Blütenhonig. Seit 2024 in der Imkerei tätig, nutzt Maurer die Messebeteiligung, um qualifiziertes Feedback zu sammeln und seine Produktqualität zu steigern. Bei drei Bienenvölkern produziert er etwa 100 Kilo Honig – jeder Tropfen erfordert sorgfältige Handarbeit. Für den jungen Imker stellt der Preis mehr als nur eine Auszeichnung dar; er ist auch Quelle der Motivation und Leidenschaft.
Insgesamt demonstriert die „Goldene Honigwabe 2025“ eindrucksvoll, dass das Waldviertel nicht nur für seine Wälder bekannt ist. Von Sallapulka über Gars bis hin nach Röschitz zeigt die Region eine Vielzahl an Erfolgen, Qualität und Geschmack. Die ausgezeichneten Honige verkörpern die enge Verbindung zwischen Mensch, Biene und Natur. Wer diese süße Vielfalt probiert, erkennt sofort: Hier wird Honig nicht nur produziert, er wird auch gelebt.


