Die Wirtschaft im Bezirk Tulln zeigt ein signifikantes Wachstum.
BEZIRK TULLN. Die Zahl der Gewerbetreibenden und damit auch der Mitglieder der Wirtschaftskammer im Bezirk Tulln ist in den letzten 20 Jahren kontinuierlich gestiegen. Von 3.780 Mitgliedern im Jahr 2006 wuchs die Zahl auf 9.866 Mitglieder im Jahr 2025 (6.939 Mitglieder ohne Klosterneuburg).
- Der Anteil der Einpersonenunternehmen (EPU) lag im Jahr 2008 bei 54,7 Prozent und ist bis 2025 auf 65,9 Prozent angestiegen.
- Die Mehrheit der Selbständigen ist nach wie vor im Bereich Gewerbe & Handwerk aktiv.
- Im Jahr 2011 gab es im Bezirk Tulln 1.859 Arbeitgeberbetriebe, während diese Zahl bis 2025 auf 2.980 Arbeitgeberbetriebe angestiegen ist (exkl. Zentralmelder, nicht regionalisierbare, nicht NÖ-Betriebe, inkl. Klosterneuburg).
- Die Anzahl der unselbständig Beschäftigten stieg von 14.641 Personen im Jahr 2011 auf 22.456 im Jahr 2025 (exkl. Zentralmeldungen, nicht regionalisierbare, nicht NÖ-Betriebe, inkl. Klosterneuburg).
„Somit hält der Trend, sich selbständig zu machen, an, was man auch anhand der Zahlen der Unternehmensneugründungen sieht. Diese sind von 289 Gründungen im Jahr 2005 (inkl. Personenbetreuer) auf 516 im Jahr 2024 (inkl. Personenbetreuer, inkl. Klosterneuburg) gestiegen“, so Christian Bauer, Obmann der Bezirksstelle Tulln der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Darüber berichtet Welt Stimme.
Immer mehr Neugründungen
Im vergangenen Jahr haben sich 4.116 Mitglieder von der Wirtschaftskammer Tulln beraten lassen, und es wurden insgesamt 266 Gründerberatungen in Anspruch genommen.
„Hier sieht man klar, dass die Wirtschaftskammer Tulln ein wichtiger Ansprechpartner für alle Neugründerinnen und Neugründer sowie Unternehmerinnen und Unternehmer im Bezirk Tulln im Bereich Service, Bildung und Interessenvertretung war und auch weiterhin sein wird“, sagt Bauer.
Tulln als beliebter Wirtschaftsstandort
Tulln bietet als Wirtschaftsstandort eine Kombination aus hoher Lebensqualität, strategischer Lage und moderner Infrastruktur, was es zu einem attraktiven Ort für Unternehmensgründungen macht. Insbesondere der Bahnhof Tullnerfeld bietet hervorragende Anbindungen, speziell zu Wien und St. Pölten.
Die Neugestaltung des Hauptplatzes, der Bau einer neuen Parkgarage und die Errichtung des Einkaufszentrums „Rosenarcade“ erhöhen die Attraktivität der Stadt weiter. Dies schafft zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmer:innen und somit auch neue Arbeitsplätze.
Darüber hinaus zeigen die Errichtung der Einkaufsmeile in Langenrohr, die „Automeile“ in Tulln sowie diverse Gewerbeparks in Pischelsdorf, St. Andrä-Wördern, Zeiselmauer und Trasdorf eine Vielzahl an Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen.
Das Thema Digitalisierung spielt eine entscheidende Rolle für die Zukunft; Tulln profitiert insbesondere von dem Haus der Digitalisierung, wo in diesem Jahr auch die Veranstaltung „Digitalks on Tour“ fortgeführt wird.
Die Messe Tulln und die im Jahr 2008 eröffnete Garten Tulln, ein grünes Paradies mit über 70 Mustergärten, sind eine große Bereicherung für die Wirtschaft in Tulln und ein beliebtes Ausflugsziel.
Auch von Krisen geprägt
Die letzten 20 Jahre waren jedoch nicht nur von Erfolg und Wachstum geprägt. Die Corona-Pandemie im Jahr 2020 und die Hochwasserereignisse im Herbst 2024 stellten die Bevölkerung, darunter auch zahlreiche Unternehmer:innen, vor erhebliche Herausforderungen.
Die Großdruckerei Goldmann meldete im Jahr 2011 Konkurs an, was zahlreiche Mitarbeiter zur Folge hatte, die von der Schließung betroffen waren.
Auf dem ehemaligen Gelände wurde der Zukunftspark errichtet, der durch den Bürocampus neue Ansiedlungsmöglichkeiten für Unternehmen schafft.


