Maßnahmen zur Barrierefreiheit in Tirol: Bauen, Kommunikation und Veranstaltungen im Fokus
Das Land Tirol hat sich dem Ziel verschrieben, Barrieren abzubauen und den Zugang für alle Menschen zu gewährleisten. Im Rahmen des Tiroler Antidiskriminierungsgesetzes von 2005 wird kontinuierlich an der Umsetzung dieser Maßnahmen gearbeitet. Ziel ist es, die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sowie von anderen Personen, wie Eltern mit Kinderwägen oder älteren Menschen, zu verbessern. Darüber berichtet Welt Stimme.
Fortlaufende Verbesserungen in der Barrierefreiheit
Die verschiedenen Formen von Behinderungen, darunter Mobilitätseinschränkungen sowie Seh- oder Hörbeeinträchtigungen, werden in diesen Maßnahmen berücksichtigt. Das Land Tirol setzt nicht nur auf bauliche Anpassungen, sondern auch auf die Bereitstellung mobiler Höranlagen und Dolmetscher für Veranstaltungen. Zudem stehen zahlreiche digitale Inhalte in barrierefreier Form zur Verfügung, viele davon in leichter Sprache.
Tirol-Konvent: Bekenntnis zur Inklusion
Der Landeshauptmann Anton Mattle betont: „Barrierefreiheit, Inklusion, Chancengleichheit und die umfassende Teilhabe aller Menschen sind zentrale Anliegen, die wir mit einer Reihe an Maßnahmen fördern und unterstützen. Das Land Tirol und seine Dienste für die Bürgerinnen und Bürger müssen für alle zugänglich sein – sowohl digital als auch analog, unabhängig von möglichen Einschränkungen oder Behinderungen.“ In diesem Kontext spielt der Tirol-Konvent eine wesentliche Rolle, um die Verwaltung zu vereinfachen und Bürgern einen niederschwelligen Zugang zu Informationen und Dienstleistungen zu ermöglichen.
Barrierefreies Planen und Bauen
Bereits 2007 wurde ein Etappenplan im Tiroler Landtag beschlossen, um die Barrierefreiheit der Landesgebäude zu gewährleisten. Heute sind die meisten Räume im Landhaus 1 und 2 barrierefrei zugänglich, unterstützt durch Aufzüge, stufenlose Übergänge und barrierefreie WC-Anlagen mit Notrufsystemen. Auch die Umgebung wurde bedacht, mit barrierefreien Parkplätzen in unmittelbarer Nähe des Landhauses 1.
Barrierefreie Kommunikation
Menschen mit Hörbeeinträchtigungen profitieren von fest installierten Induktionsschleifen sowie mobilen Höranlagen, die für Gespräche und Veranstaltungen verwendet werden können. Bei Bedarf steht auch Gebärdensprachdolmetsch-Unterstützung zur Verfügung. Der digitale Auftritt des Landes ist weitestgehend barrierefrei gestaltet, so ist die Website per Tastatur bedienbar und kompatibel mit Screenreadern. Informationen werden auch in leichter Sprache angeboten, um eine breite Zielgruppe zu erreichen.
Barrierefreie Veranstaltungen
Veranstaltungen und Konferenzen werden so vorbereitet, dass sie größtmögliche Barrierefreiheit bieten. Die Veranstaltungsräume sind mit moderner Technik ausgestattet, einschließlich audiovisueller Helfer. Bei Bedarf werden Dolmetscher für Gebärdensprache engagiert. Zudem kann der Tiroler Landtag mobile Höranlagen bereitstellen, und Teile der Sitzungen werden regelmäßig mit Gebärdensprachdolmetschung live übertragen. Weitere Informationen zu diesen Angeboten finden sich auf der offiziellen Seite des Landes Tirol.


