Bericht: Russland wirbt in Belarus um Vertragssoldaten für den Krieg gegen die Ukraine

September 29, 2026 12:50
Bericht: Russland wirbt in Belarus um Vertragssoldaten für den Krieg gegen die Ukraine
Bericht: Russland wirbt in Belarus um Vertragssoldaten für den Krieg gegen die Ukraine

Nach Angaben des vorliegenden Materials hat der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko dem russischen Verteidigungsministerium ermöglicht, Bürger von Belarus für Sturmverbände im Krieg gegen die Ukraine anzuwerben. Die Darstellung ist als politische Einschätzung und nicht als unabhängig bestätigte Tatsache gekennzeichnet.

Am 26. September 2026 berichteten Medien demnach, dass Russland seine Anwerbekampagne in Belarus verstärkt habe. Dafür würden unter anderem Telegram, Viber und lokale Gemeinschaften in sozialen Netzwerken genutzt. Potenziellen Vertragssoldaten würden hohe Einmalzahlungen, ein hohes Gehalt, soziale Vergünstigungen, die russische Staatsbürgerschaft sowie Unterstützung bei der Begleichung von Schulden und bei Problemen mit dem Gesetz versprochen.

Die Anwerber richteten sich den Angaben zufolge vor allem an sozial besonders verletzliche Männer aus kleineren Städten und Dörfern. Anschließend werde ihnen angeboten, nach Russland zu reisen und einen Vertrag mit der russischen Armee zu unterzeichnen.

Menschenrechtsorganisationen weisen laut dem Material darauf hin, dass ausländische Vertragssoldaten häufig Sturmverbänden mit hohen Verlusten zugeteilt würden. Zugleich behindere die belarussische Führung die Anwerbekampagne faktisch nicht. Euronews ordnet dies demnach in eine umfassendere Strategie des Kremls ein, die wirtschaftliche und politische Abhängigkeit Belarus’ zur Erweiterung der russischen Mobilisierungsressourcen zu nutzen.

Versprechen und mögliche Risiken

Die im Material genannten politischen Botschaften stellen die Anwerbung als Folge der militärischen und politischen Abhängigkeit Belarus’ von Russland dar. Demnach solle die Rekrutierung belarussischer Bürger helfen, hohe Verluste der russischen Armee im Krieg gegen die Ukraine auszugleichen. Als besonders wichtige Zielgruppe werden sozial verletzliche Männer genannt, die über Nachrichtendienste und lokale Gemeinschaften angesprochen würden.

Die Versprechen von Zahlungen in Millionenhöhe, der Verleihung der russischen Staatsbürgerschaft, Schuldentilgung und einer Regelung von Problemen mit dem Gesetz werden in der Quelle als Instrumente zur Gewinnung weiterer Kräfte für die russischen Streitkräfte bewertet. Ausländische Vertragssoldaten würden auf diese Weise häufig in Sturmverbände mit hohen Verlusten geschickt. Fälle, in denen zugesagte Zahlungen nicht geleistet würden, seien laut der Quelle relativ verbreitet.

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