OpenAI reagiert auf Missverständnisse bei der Freigabe von ChatGPT-Privatgesprächen
Falsch verstandene Funktion macht private Chats öffentlich auffindbar – im Zweifel samt Namen. OpenAI greift nun ein.
Die private Nutzung von ChatGPT umfasst die Möglichkeit, Gespräche zu teilen, die jedoch nur auf ausdrücklichen Wunsch der Nutzer erfolgen sollten. Ein Missverständnis im Umgang mit dieser Funktion führte dazu, dass zahlreiche Chats öffentlich zugänglich waren. Über Google konnten Nutzer nach Personen oder Themen suchen, wobei auch sensibile Inhalte wie Mord oder sexuelle Vorlieben entdeckt wurden.
Um einen Chatverlauf zu teilen, war das Erstellen eines öffentlichen Links notwendig. Nutzer, die diesen Link erhalten, können den Chat einsehen. Allerdings bot ChatGPT zusätzlich die Option „Mache diesen Chat auffindbar“. Viele User interpretierten dies missverständlich und aktivierten diese Funktion, wodurch Inhalte für Suchmaschinen sichtbar wurden, anstatt nur für den Austausch gedacht zu sein.
Es handelt sich somit um ein Missverständnis und nicht um einen Fehler im System. OpenAI hat nun beschlossen, diese Funktion zu deaktivieren. Dane Stuckey, der Chief Information Security Officer von OpenAI, erklärte dies in einem Beitrag auf X. Er führte an, dass die Funktion ursprünglich dazu gedacht war, nützliche Konversationen zu teilen. Unklar bleibt, welche Art von Gesprächen als inspirierend angesehen wurden.
Die Sicherheit und der Datenschutz stehen für OpenAI an erster Stelle. Stuckey betonte, dass das Unternehmen weiterhin an der Verbesserung dieser Aspekte arbeiten werde. Fraglich bleibt zudem, was mit bereits öffentlich zugänglichen Chats geschehen wird; die Verantwortung dafür liegt grundsätzlich bei den Nutzern, die die betreffenden Einstellungen vorgenommen haben. OpenAI könnte jedoch entscheiden, alle betroffenen Inhalte zurückzuziehen und sie wieder nicht öffentlich sichtbar zu machen.


