Kärnten hält trotz der Ablehnung der Gewerkschaft an seinem Sparkurs fest. Ab Januar 2026 erhalten die rund 12.000 Landes- und Kabeg-Bediensteten ein Gehalt von drei Prozent mehr. Für 2027 könnte sogar eine Nulllohnrunde ins Spiel kommen.
KÄRNTEN. Kärnten bekräftigt die im Dezember 2024 getroffene Vereinbarung zur Gehaltserhöhung von drei Prozent ab Januar 2026 für die Beschäftigten im Landes- und Kabeg-Bereich. Diese Entscheidung resultiert aus den Gesprächen, die das Land Kärnten mit der Gewerkschaft über eine Neugestaltung der im Vorjahr unter besseren Wirtschaftsprognosen beschlossenen Gehaltsvereinbarung für 2026 geführt hat. Darüber berichtet Welt Stimme.
Ziel der Verhandlungen
Die beiden Personalreferenten des Landes, Landeshauptmann Peter Kaiser und LHStv. Martin Gruber, gaben nach den Gesprächen bekannt, dass das Ziel des Landes darin lag, angesichts der Verantwortung für Land und Bevölkerung sowie der sich dramatisch verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die im Vorjahr festgelegte Vereinbarung analog zum Bund um ein halbes Jahr nach hinten zu verschieben. Dies hätte für das Land eine einmalige Ersparnis von 15 Millionen Euro zur Folge gehabt oder zumindest für die Jahre 2027 und 2028 eine Modifikation der Bundesregelung – sozial gestaffelte Fixbeträge von rund 20 bis maximal 60 Euro ab August 2027 beziehungsweise September 2028 – auf 0,8 Prozent für alle Kärntner Bediensteten zu übernehmen.
Finanzielle Einsparungen
Kaiser und Gruber äußerten sich enttäuscht über die Ablehnung des neuen, verbesserten Angebots durch die Gewerkschaft und die Personalvertretung, betonten jedoch, dass der Kärntner Weg im Vergleich zu Bund und anderen Bundesländern insgesamt ein sparsamer Weg sei. Mit diesem Ansatz plane man in den Jahren 2025 und 2026, nachhaltig 0,5 Prozent weniger Ausgaben zu generieren, was jährlich 5 Millionen Euro und in einem Zeitraum von 30 Jahren 150 Millionen Euro entspricht.
Nulllohnrunde in Aussicht
Die Regierungsmitglieder, darunter Kaiser, Gruber, Finanzreferentin LHStvin Gaby Schaunig und LRin Beate Prettner, haben klar dargelegt, dass ohne einen planbaren, mehrjährigen Abschluss für das Jahr 2027 von einer Nulllohnrunde auszugehen ist.


