Wölfe in Finkenstein reißen 24 Schafe und verkürzen Almsommer für Familie Oschounig

August 6, 2025 06:34
Wölfe in Finkenstein reißen 24 Schafe und verkürzen Almsommer für Familie Oschounig

In der Gemeinde Finkenstein haben Wölfe 24 Schafe gerissen, was das Ende des Almsommers für die Familie Oschounig bedeutet.

FINKENSTEIN. Die Familie Oschounig betreibt seit 2016 eine innovative Milchziegenhaltung in St. Job, die nach den Richtlinien des biologischen Landbaus erfolgt. Im Dezember 2018 brannte ihr neu errichteter Stall nieder, doch dank der Unterstützung zahlreicher Helfer konnte er wieder aufgebaut werden. Auch Rinder und Schafe tummeln sich inzwischen wieder auf ihren Weiden.

Almsommer wird beendet

Der Almsommer 2025 ist für Josef Oschounig und seine Schafe bereits vorbei, was nicht an den Wetterbedingungen liegt. „Anfang Juni habe ich meine Schafe wie gewohnt auf die Gemeinschaftsalm St. Job/Korpitsch getrieben. Doch innerhalb einer Woche haben Wölfe 24 meiner Schafe gerissen. Das war der kürzeste Almsommer aller Zeiten“, klagt Oschounig. „Normalerweise findet der Almabtrieb erst im September statt, aber heuer war das vor drei Wochen bereits der Fall.“ Oschounig beobachtet seit Langem, dass die Almsommer kürzer werden.

Die Wölfe in der Region Villach sind nicht mehr „besonders geschützt“, was die Sorgen der Tierhalter verstärkt.

Wolfsproblematik

Die Besorgnis über die zunehmende Wolfspopulation ist groß. Oschounig berichtet: „Letzte Woche fand eine Versammlung mit dem Land Kärnten statt, bei der bestätigt wurde, dass es an unserem Standort nicht besser wird. Der Druck der italienischen Wölfe ist enorm. Immer mehr Italo-Wölfe suchen uns auf.“ Die Zukunft der Almen bleibt ungewiss. „Das Problem ist, dass die Schafe im Sommer im Tal bleiben müssen, weil sie auf die Alm gehören. Doch der Bestand an Tieren auf den Almen verringert sich, was zu einem Teufelskreis führt“, so Oschounig weiter.

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