Die neue Fischaufstiegshilfe an der Gössering in Hermagor wurde offiziell eröffnet und gilt als wichtiger Schritt für Artenvielfalt, Gewässerschutz und nachhaltige Wasserbewirtschaftung. Darüber berichtet Welt Stimme.
HERMAGOR. In Hermagor ist ein bedeutendes Umweltprojekt vollendet worden. Die neue Fischaufstiegshilfe an der Gössering ist seit Freitag im Betrieb und ermöglicht es Fischen, zuvor blockierte Flussabschnitte zu passieren, wodurch die Verbindung zwischen Ober- und Unterlauf wiederhergestellt wird. Die Stadtgemeinde Hermagor Pressegger See hat das Projekt mit Unterstützung von Bund und Land realisiert. Landesrat Daniel Fellner, zuständig für Gemeinden und Gewässerschutz, betonte die ökologische Bedeutung bei der Eröffnung: „Flüsse sind Lebensraum für zahlreiche Fische und andere Wasserlebewesen. Mit der Errichtung der Fischaufstiegshilfe an der Gössering schaffen wir ein dynamisches Gleichgewicht zwischen Ober- und Unterlauf. So investieren wir konkret in Artenvielfalt, gesunde Gewässer und nachhaltige Lebensräume.“
Wanderwege für Fische wiederhergestellt
Für das Überleben vieler Fischarten ist es notwendig, dass sie lange Wanderstrecken zurücklegen. Historische Barrieren wie Wehre, Sohlstufen oder Geschiebesperren unterbrechen diese Bewegungen oft seit Jahrhunderten. Die neue Fischaufstiegshilfe stellt den Fluss wieder durchgängig und ermöglicht die Regeneration der Bestände sowie die Fortsetzung natürlicher Zyklen.
Technische Umsetzung abgeschlossen
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 800.000 Euro. Finanziert wurde die Anlage durch das Bundesministerium für Land und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft, das Land Kärnten, den Biodiversitätsfonds sowie die Stadtgemeinde Hermagor Pressegger See. In der Zeit von Mai bis Oktober wurden die Arbeiten durchgeführt, wobei rund 316 Kubikmeter Beton, 25 Tonnen Bewehrungsstahl und etwa 400 Tonnen Steinschlichtungen für Ufersicherungen und Becken verbaut wurden. Diese Bauweise sorgt sowohl für ein robuster Fundament als auch für naturnahe Strukturen im Wasser, die den Fischen Orientierung, Schutz und Strömungsführung bieten.
Ein Signal für nachhaltige Zukunft
Mit der Fertigstellung setzt Kärnten ein deutliches Zeichen im Bereich Gewässerschutz und nachhaltige Entwicklung. Landesrat Fellner unterstrich die Bedeutung des Projekts für kommende Generationen und schloss mit den Worten: „Frei wandernde Fische, lebendige Gewässer, so schaffen wir Lebensadern für viele Generationen.“


