Modernisierung des Wasserkraftwerks Rosenburg beginnt
Im September startet die EVN mit der umfassenden Erneuerung des Wasserkraftwerks in Rosenburg. Die Sanierung umfasst eine Investition in neue Technik und die Instandsetzung der Staumauer, mit dem Ziel, die Leistung von 0,9 auf etwa 1,4 Megawatt zu erhöhen.
Durch die Modernisierung soll die jährliche Stromproduktion von rund 4 auf 5 Gigawattstunden steigen, was ausreichend Energie für etwa 1.500 Haushalte bietet. EVN-Sprecher Stefan Zach bezeichnet das Projekt als „neues Kapitel für den traditionsreichen Kraftwerksstandort Rosenburg“.
Die Modernisierung basiert auf einem Kompromiss, der durch den Niederösterreichischen Umweltanwalt Tom Hansmann mit Natur- und Umweltschutzorganisationen im Kamptal vereinbart wurde. Diese Vereinbarung sieht vor, dass die bestehende Stauhöhe unverändert bleibt, während gleichzeitig mehr Wasser um den Umlaufberg fließen soll. Eine ursprünglich geplante Unterwassereintiefung wurde verworfen, um den Gewässerschutz zu gewährleisten.
Zum besonderen Aspekt des Projekts gehört der Umgang mit Kiesmaterial. Rund 1.800 Kubikmeter Kies, die durch frühere Hochwasserereignisse kampabwärts transportiert wurden, sollen ab Mitte September wieder kampaufwärts gebracht werden. Diese Maßnahme zielt darauf ab, neue Kieslaichplätze im Oberlauf zu schaffen, was eine ökologische Aufwertung des Kamp mit sich bringt.
Die ersten Arbeiten beginnen in den kommenden Tagen mit der Erneuerung der bestehenden Furt, gefolgt von den Arbeiten an Staumauer und Kraftwerksgebäude ab Sommer 2027. Die Inbetriebnahme des modernisierten Wasserkraftwerks ist für Herbst 2028 angepeilt.
Einordnung
Die Modernisierung des Wasserkraftwerks wird die Energieproduktion erhöhen und gleichzeitig Maßnahmen zum Gewässerschutz integrieren. Die Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht des Kamp sind noch ungewiss, was die Relevanz des Projekts erhöht, da es zeigt, ob Wasserkraft und Naturschutz in dieser Region vereinbar sind.


