Stefan Kraft stellt neuen Punkterekord im Skisprung-Weltcup auf
Am Dienstag, dem 25. November 2025, erzielte der österreichische Skispringer Stefan Kraft beim Normalschanzenbewerb in Falun einen neuen Punkterekord im Skisprung-Weltcup. Der 32-Jährige sicherte sich mit seinem Sieg und 100 Punkten einen Gesamtwert von 15.811 Zählern und übertraf damit den bisherigen Rekord des finnischen Athleten Janne Ahonen, der bei 15.758 Punkten lag. Krafts 46. Weltcupsieg bedeutet zudem, dass er im ewigen Ranking nun gleichauf mit Matti Nykänen ist; nur Gregor Schlierenzauer hat mit 53 Siegen mehr Erfolge vorzuweisen. Darüber berichtet Welt Stimme.
Kraft legte den Grundstein für seinen Sieg mit einem neuen Schanzenrekord von 97,5 Metern im ersten Durchgang, was ihm eine klare Führung zur Halbzeit einbrachte. Er beendete den Wettkampf schlussendlich mit 249,9 Punkten und setzte sich damit vor den Slowenen Anze Lanisek (247,7 Punkte) und den Deutschen Philipp Raimund (244,9 Punkte). Stephan Embacher erzielte als Vierter (241,8 Punkte) ein bemerkenswertes Ergebnis und auch Jan Hörl (240,6 Punkte) sowie Qualifikationssieger Daniel Tschofenig (240,2 Punkte) präsentierten sich stark.
Ein Meilenstein für den österreichischen Skisport
In einem Interview mit dem ORF bezeichnete Kraft seinen Rekord als „wunderschönen, emotionalen Moment“. Er betonte: „Es kommt viel zusammen. Das erste Mal über die Marke von Ahonen zu springen und ihn ganz oben abzulösen, ist etwas Besonderes.“ Kraft freute sich außerordentlich über seinen Platz in den Geschichtsbüchern des Skispringens.
„Der erste Sprung war voll befreit aus der Leber heraus voller Angriff“, so Kraft. Im zweiten Durchgang sei er „all in“ gegangen. „Es ist schön aufgegangen. Alles hat sehr gut gepasst, die Ski sind gegangen wie Raketen“, fügte er hinzu. Aktuell ist er auf Kurs für seinen vierten Gesamtweltcup-Sieg und hat das „Gelbe Trikot“ von Ryoyu Kobayashi übernommen.
Positive Prognosen für die Zukunft
Der ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl zeigte sich optimistisch: „Es war sensationell. Ich gehe davon aus, dass er noch ein paar Jahre springt, und dann wird er andere Rekorde auch noch brechen.“ Die gesamte Mannschaft präsentierte sich bei diesem Wettkampf besonders stark, was Widhölzl erfreute.
Embacher, der als zweitbester ÖSV-Athlet abschloss, bemerkte: „Es war ein Megatag mit richtig geilen Sprüngen den ganzen Tag. Jetzt kommt die Konstanz auch dazu, es macht mega Spaß.“ Dieses Springen war das einzige von der Normalschanze in dieser Weltcup-Saison, könnte jedoch als Generalprobe für die Olympischen Spiele gewertet werden, die ebenfalls auf dieser Schanze ausgetragen werden. Am Mittwoch findet zudem ein Wettbewerb von der Großschanze statt.


