Weltcupbewerb in Ruka wegen zu starkem Wind abgesagt
RUKA. Der Skisprung-Weltcupbewerb am Sonntag in Ruka wurde aufgrund zu starker Winde abgesagt. Die Jury entschied sich nach etwa halbstündigem Zuwarten und angespannten Wettervorhersagen, den Wettkampf nicht stattfinden zu lassen. Bereits am Samstag war der Wettbewerb auf der windanfälligen Kante in Finnland im zweiten Durchgang abgebrochen worden, sodass nur ein Durchgang gewertet wurde. Nächste Station für die Skispringer ist das kommende Wochenende im polnischen Wisla. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die wetterbedingten Probleme setzten sich fort, da auch der Massenstartbewerb der Nordischen Kombinierer nach den Langlaufveranstaltungen gestrichen wurde. Der Skisprung-FIS-Renndirektor Sandro Pertile hatte umsonst auf ein „Geschenk des Weihnachtsmanns“ gehofft, da Windgeschwindigkeiten von bis zu 10 m pro Sekunde erwartet wurden und Vorhersagen bestätigten, dass sich die Bedingungen bis Montag nicht verbessern würden. „Es war nicht möglich, den Event durchzuführen“, erklärte Pertile.
ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl hatte bereits früh am Tag eine Absage befürchtet, wie er in einem Interview mit dem ORF äußerte: „In der Absprungphase ist der Wind am stärksten, das ist zu gefährlich.“ Für die Athleten bedeutete dies, einige freie Tage zu nutzen, bevor es weiter nach Polen geht. Ein gewisser Vorteil könnte sich für Stefan Kraft ergeben, der in Ruka auf seine ersten Wettkämpfe als werdender Vater verzichtet hat. Widhölzl äußerte sich optimistisch über die sportlichen Leistungen und meinte, dass trotz des mäßigen Ergebnisses am Vortag (Daniel Tschofenig als bester Athlet auf dem zwölften Platz) keine Sorgen bestehen müssten: „Die ersten Ergebnisse waren sehr gut.“


