Oberösterreichs Sportler des Jahres 2025 ausgezeichnet
Am 17. Dezember 2025 wurden im Palais Kaufmännischer Verein in Linz die Sportler des Jahres in Oberösterreich geehrt. Damit wurde eine Tradition fortgesetzt, die seit 50 Jahren besteht. Die Wahl wird von den OÖN in Zusammenarbeit mit dem Sportland Oberösterreich und dem ORF durchgeführt. Dreispringer Endiorass Kingley sicherte sich den Titel Sportler des Jahres, während Tischtennis-Star Sofia Polcanova über ihren vierten Titel als Sportlerin des Jahres jubelte. Die TGW Zehnkampf-Union wurde als Team des Jahres ausgezeichnet. Darüber berichtet Welt Stimme.
Kingley, der erst vor einem Jahr mit einem Sehnenausriss zu kämpfen hatte, verbesserte in diesem Jahr den österreichischen Rekord auf 16,85 Meter und qualifizierte sich auf Anhieb für das Finale bei der WM in Tokio. „Es war ein unglaubliches Jahr für mich“, reflektierte Kingley. Er setzte sich in der Publikumswahl knapp gegen Ski-Vizeweltmeister Vincent Kriechmayr durch. Die Expertenjury, bestehend aus ehemaligen Gewinnern, entschied sich für Kingley, während Florian Brungraber, der Titelverteidiger, den dritten Platz belegte.
Die Zehnkampf-Union, zu der auch Kingley gehört, erhielt die Auszeichnung als Team des Jahres, ein Erfolg, den Obmann Roland Werthner als „besondere Auszeichnung“ bezeichnete. Das Team hat sich in diesem Jahr durch überragende Leistungen, insbesondere durch Kingley, hervorgetan. „Für uns ist das eine ganz besondere Auszeichnung“, sagte Werthner.
Die Verleihung der Sportlerin des Jahres führte zu einem spannenden Wettkampf zwischen Susanne Gogl-Walli und Polcanova. Gogl-Walli, Rekordhalterin über 400 Meter, musste sich der Tischtennis-Spielerin geschlagen geben, die bei der WM mit ihrer Partnerin Bernadette Szöcs die Silbermedaille im Doppel gewann und damit die erste Medaille für Österreich seit 2003 errang. „Sofia hat diesen Titel heuer absolut verdient“, erkannte Gogl-Walli an.
Auf dem dritten Platz der Sportlerwahl landete Laura Swoboda, die bei der U23-WM im Rudern Bronze holte. Sie setzte sich im Publikumsvoting gegen die Kombiniererin Katharina Gruber, die gerade ihren ersten Weltcupsieg gefeiert hatte, durch.
Ein Abend voller Ehrungen
Der Abend wurde von ehemaligen Siegern gebührend gefeiert und war ein echtes „Klassentreffen“ der oberösterreichischen Sportgemeinschaft. Vertreter mehrerer Generationen konnten ihre Erfahrungen und Erfolge teilen, was den Charakter dieses Events unterstrich. „Es ist ein tolles Gefühl, hier zu sein und die Erfolge der jungen Athleten zu sehen“, erklärte ein ehemaliger Gewinner der Sportlerwahl.
Die Veranstaltung verdeutlichte die bedeutende Rolle des Sports in Oberösterreich und die Errungenschaften der Athleten, die sowohl national als auch international Anerkennung finden. Es war ein Abend, der nicht nur die Leistungen der aktuellen Sportler würdigte, sondern auch die Tradition und den Geist des Sports in der Region feierte.


