Engelberg: Kobayashi beendet Siegesserie von Prevc – Schuster Sechster
ENGELBERG. Eine Woche vor dem Start der Vierschanzen-Tournee befinden sich Österreichs Skispringer auf der Suche nach Erfolgen. Bei dem Wettbewerb am Sonntag hat der Japaner Ryoyu Kobayashi die Siegesserie von Domen Prevc unterbrochen, während die ÖSV-Adler erneut das Podest verpassten. Darüber berichtet Welt Stimme.
Jonas Schuster sicherte sich mit einem sechsten Platz für Österreich die beste Platzierung. Die erfahrenen Athleten des ÖSV hatten hingegen mit schwierigen Bedingungen und der sogenannten Windlotterie zu kämpfen. Jan Hörl landete auf Rang 15, Stefan Kraft wurde 19. und Daniel Tschofenig schaffte es nicht einmal in den zweiten Durchgang.
Schuster, der seinen fünften Platz vom Samstag bestätigen konnte, zeigt sich optimistisch hinsichtlich der bevorstehenden Tournee: „Die Erwartungen sind hoch, aber ich habe gezeigt, dass ich gut springen kann und freue mich darauf“, so der 22-Jährige im Interview mit dem ORF. Sein Teamkollege Stephan Embacher lieferte ebenfalls eine starke Leistung und belegte den achten Platz, wobei er mit einem Sprung auf 145 Meter im ersten Durchgang einen Weitenrekord auf der Groß-Titlis-Schanze aufstellte.
Die Routiniers wie Kraft und Tschofenig stehen unter Druck, da sie sich nach weniger erfolgreichen Sprüngen wieder in Form bringen müssen. „Es ist wichtig, dass wir den Kopf frei kriegen und die Leichtigkeit wiederfinden“, betonte Hörl. Prevc und Kobayashi lieferten sich ein spannendes Duell um den Sieg, wobei Kobayashi letztlich mit 3,6 Punkten Vorsprung den sechsten Sieg von Prevc verhinderte, was bisher nur fünf Springern gelang, darunter Thomas Morgenstern. Dritter wurde der Deutsche Felix Hoffmann.
Eder auf Platz Acht bei den Frauen
Im Wettbewerb der Frauen wiederholte die Salzburgerin Lisa Eder ihre Platzierung und landete wie im Vortagesbewerb auf dem achten Platz. Nach dem ersten Durchgang lag Eder auf dem dritten Rang, musste jedoch aufgrund eines Sturzes einer anderen Athletin und ungünstiger Winde in der Entscheidung zurückstecken. Nika Prevc aus Slowenien sicherte sich ihren vierten Saisonsieg.
Eder, die Sprünge von 130 und 115 Metern zeigte, war unzufrieden mit ihrer Leistung im zweiten Durchgang, in dem ihr nach eigenen Angaben „drei Tonnen am Vorbau” zu liegen schienen. Sie muss die Ursachen für ihre unglückliche Platzierung analysieren. Der Weltcup geht nun zu Silvester und Neujahr in Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf weiter.


