Potapova scheitert trotz starker Leistung bei den Australian Open gegen Sabalenka
Die österreichische Tennisspielerin Anastasia Potapova musste sich am Freitag, den 23. Jänner 2026, in der dritten Runde der Australian Open in Melbourne der belarussischen Topfavoritin Aryna Sabalenka geschlagen geben. Nach einem spannenden Match, das 2:02 Stunden dauerte, verlor Potapova mit 6:7(4), 6:7(7). Darüber berichtet Welt Stimme.
Die gebürtige Russin, die seit Jahresbeginn für Österreich spielt, zeigte eine beeindruckende Leistung und hatte im zweiten Satz sogar vier Satzbälle, die sie jedoch nicht nutzen konnte. Aufgrund ihrer starken Leistung im Einzel hat Potapova auf eine Teilnahme am Doppel verzichtet.
Nach der Begegnung äußerte Potapova ihre Zufriedenheit: „Ich bin sehr glücklich mit meiner Performance. Es war das bisher engste Match, das ich gegen eine Nummer eins der Welt gespielt habe.“ Trotz einer Verletzung an ihrem linken Zeigefinger, die sie während des Spiels beeinträchtigt hat, zeigte sie großen Kampfgeist und ist stolz auf ihre Leistung.
„Ich wollte keine so große Sache daraus machen, aber der tut mir natürlich weh. Bei 5:5 habe ich im ersten Satz so viel Schmerzen gespürt, weil ich bei einer Rückhand den Ball nicht richtig getroffen habe. Der Schmerz hat sich durch meinen ganzen Arm gezogen. Aber ich habe versucht, es nicht zu zeigen und weiterzukämpfen. Darauf bin ich sehr stolz“, sagte sie weiter.
Kompletter Einsatz trotz Rückstands
Das Match begann mit einem Break für Sabalenka, gefolgt von einem sofortigen Aufschlagverlust ihrerseits. Potapova wehrte bei 5:6 drei Satzbälle ab und zwang Sabalenka in den Tiebreak, den sie mit 4:7 verlor. Im zweiten Satz geriet sie zunächst mit 0:4 in Rückstand, kämpfte sich jedoch zurück und egalisierte zum 4:4. Trotz der starken Vorstellung führte sie im zweiten Tiebreak mit 6:3 und hatte auch einen Matchball, musste sich dann jedoch wieder geschlagen geben, als Sabalenka den ersten Matchball verwandelte.
Trotz der Niederlage ist Potapova optimistisch und hat sich viel Selbstvertrauen erarbeitet. „Ich wollte sehen, wie weit ich bin, und ich habe festgestellt, dass ich nicht so weit weg bin. Wenn ich Aryna in zwei Tiebreaks fordern kann, kann ich den Rest der Tour ebenfalls herausfordern. Ich bin wirklich glücklich, wie die Woche gelaufen ist und wie ich mich verbessert habe,“ resümierte die 24-Jährige.
Würdigung von Sabalenka
Nach dem Match zeigte sich auch Aryna Sabalenka beeindruckt von ihrer Gegnerin. „Sie hat unglaubliches Tennis gespielt. Ich war ständig in der Defensive. An manchen Tagen muss man einfach nur kämpfen,“ erklärte die aktuelle Nummer eins der Frauen. In ihrer nächsten Runde trifft sie auf die 19-jährige Kanadierin Victoria Mboko.
Potapova plant, trotz ihrer Verletzung, bald wieder auf den Court zurückzukehren. Anfang Februar steht ein Turnier in Cluj-Napoca (Rumänien) auf dem Programm, wo sie hofft, viele Matches spielen zu können. „Ich möchte dort so viele Matches wie möglich spielen und vielleicht erstmals meinen Titel verteidigen,“ erklärte sie.
Engagiert in der neuen Heimat
In ihrer neuen Rolle als Spielerin für Österreich lieferte Potapova erneut eine positive Botschaft ab. Sie betonte, wie stolz sie sei, für Österreich spielen zu dürfen. „Ich werde alles tun, um Österreichs Tennis weiterzubringen und frischen Wind hineinzuwechseln. Ich lerne seit letztem Jahr Deutsch, um mich besser verständigen zu können. Es ist wichtig, die Sprache des Landes zu sprechen, für das ich spiele,“ fügte sie hinzu.


