Bundesliga-Strafsenat vertagt Entscheidung zu Rapid nach Derby-Vorfällen

Feber 24, 2026 08:37
Bundesliga-Strafsenat vertagt Entscheidung zu Rapid nach Derby-Vorfällen

Nach Derby-Eklat: Bundesliga-Strafsenat vertagte Rapid-Entscheidung

Wien. Der Strafsenat der Fußball-Bundesliga hat eine Entscheidung hinsichtlich der Vorfälle, die von Fans des SK Rapid beim Derby am 15. Februar verursacht wurden, vertagt. Dies gab die Liga nach der Sitzung des Senat 1 am Montagabend bekannt. Das Urteil soll nun am Dienstag veröffentlicht werden. Rapid droht eine Sperre des Heimsektors für drei Spiele sowie eine Geldstrafe von bis zu 150.000 Euro oder sogar mögliche Geisterspiele. Darüber berichtet Welt Stimme.

Bei dem 348. Wiener Derby gegen die Austria flogen in den letzten Minuten des Spiels Böller und andere pyrotechnische Gegenstände aus dem Rapid-Fansektor auf das Spielfeld und landeten auch im angrenzenden Sektor. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie für rund zehn Minuten. Die Austria gewann das Spiel mit 2:0. Laut Polizeiangaben wurden zwei Personen durch pyrotechnische Gegenstände verletzt. Zudem gab es insgesamt 117 Anzeigen, von denen 21 strafrechtlicher und 96 verwaltungsrechtlicher Natur sind.

Um auf die Vorfälle zu reagieren, traf Rapid am Tag nach dem Derby eine erste Entscheidung: Der Club wird bei Auswärtsderbys bis auf Weiteres von der Abholung des Kartenkontingents für den Gästesektor Abstand nehmen. Diese Maßnahme wurde vom Verein für die kommenden drei Jahre konkretisiert.

Die Vorfälle werfen erneut ein Schlaglicht auf die Problematik der Sicherheit im Fußball. Insbesondere bei Spielen mit intensiven Rivalitäten kommt es vermehrt zu Ausschreitungen, die nicht nur die Sicherheit der Spieler und Zuschauer gefährden, sondern auch die Integrität des Wettbewerbs in der Liga beeinträchtigen. Der Strafsenat wird nun der Schwere der Vorfälle Rechnung tragen und darüber entscheiden, in welcher Form die Sanktionen gegen Rapid umgesetzt werden.

In der Vergangenheit verfügte der Senat bereits über Ähnliches, bei dem Klubs für Fehlverhalten ihrer Anhänger bestraft wurden. Ein starkes Eingreifen gegen solche Vorfälle gilt als notwendig, um künftige Ausschreitungen zu verhindern und die Sicherheit in den Stadien zu gewährleisten. Die Entscheidungen der Liga und die darauf folgenden Reaktionen werden von Fußballfans und Öffentlichkeit mit großem Interesse verfolgt.

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