Wien Energie und E-Control beruhigen: Gaspreise trotz Konflikt im Nahen Osten stabil

März 3, 2026 17:38
Wien Energie und E-Control beruhigen: Gaspreise trotz Konflikt im Nahen Osten stabil

Kampfhandlungen im Nahen Osten beeinflussen Finanzmärkte Österreichs

Die anhaltenden Kampfhandlungen im Nahen Osten haben markante Auswirkungen auf die Finanzmärkte in Österreich. Der ATX (Austrian Traded Index) fiel zeitweise um rund fünf Prozent, während die Börsenpreise für Gas im Vergleich zur Vorwoche um etwa 80 Prozent anstiegen. Dennoch geben E-Control und Wien Energie vorerst Entwarnung in Bezug auf mögliche Preiserhöhungen bei den Gasrechnungen. Darüber berichtet Welt Stimme.

Die Märkte reagieren nervös auf die geopolitischen Spannungen, wobei die Gaspreise besonders stark steigen. Ein ähnliches Preisniveau wurde zuletzt zu Beginn des Ukraine-Krieges verzeichnet.

Versorgung gesichert

Wien Energie betont, dass die Versorgung der Kundinnen und Kunden derzeit gesichert sei. Die erforderlichen Energiemengen für Endverbraucher werden regelmäßig und langfristig beschafft. Das Ziel ist es, starke Preisschwankungen abzufedern und kurzfristige Marktbewegungen nur gemildert weiterzugeben. Jedoch lässt sich momentan nicht abschätzen, ob die aktuelle Situation langfristige Auswirkungen auf die Energiepreise haben wird.

Die unabhängige Regulierungsbehörde für den Strom- und Gasmarkt in Österreich, E-Control, bestätigt, dass die aktuellen Gasvorräte in Österreich 36 Terrawattstunden betragen, was als gutes Polster für die kommenden Monate dient. Zudem tragen die milden Temperaturen dazu bei, dass der Gasverbrauch der Österreicherinnen und Österreicher derzeit relativ gering ist. „Es gibt überhaupt keine Anzeichen für einen Engpass in der Versorgung“, so E-Control weiter. Gleichzeitig sind Prognosen für die Zukunft schwierig, da die Entwicklung stark davon abhängt, wie lange der Krieg im Iran andauert.

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