Oberösterreich steht vor Fachkräftemangel: 83.460 Stellen bis 2030 gefährdet
Bis zum Jahr 2030 wird in Oberösterreich prognostiziert, dass es einem Mangel von 83.460 Fachkräften geben wird. Unternehmen im Bezirk Freistadt müssen sich intensiver denn je mit den Herausforderungen und Lösungen zur Personalgewinnung auseinandersetzen. Darüber berichtet Welt Stimme.
BEZIRK FREISTADT. Bei einem gemeinsamen Unternehmerabend, organisiert von der Wirtschaftskammer und dem Arbeitsmarktservice (AMS), erläuterte Johannes Kopf, Vorstandsvorsitzender des AMS Österreich, wo Arbeitskraftpotenziale für Freistädter Unternehmen liegen. Insbesondere ältere Arbeitnehmer, Frauen, Teilzeitbeschäftigte sowie Menschen mit Migrationshintergrund wurden als wichtige Ressourcen identifiziert. Rund 50 Unternehmer nutzten die Gelegenheit, im Cube 49 bei der Firma Count IT in Hagenberg Informationen über aktuelle Serviceangebote von Wirtschaftskammer und AMS für Arbeitgeber und Lehrbetriebe zu erhalten.
Die Diskussion im Rahmen des Abends hat verdeutlicht, dass insbesondere die Diversifizierung der Belegschaft es den Unternehmen ermöglichen könnte, den bevorstehenden Fachkräftemangel abzumildern. Unternehmen sind gefordert, kreative Lösungen zu finden, um bestehende Arbeitskraftpotenziale optimal zu nutzen.
In einem sich verändernden Arbeitsmarkt ist es unerlässlich, dass Arbeitgeber innovative Ansätze entwickeln, um Bewerber anzusprechen. Der Fokus auf älteren Arbeitnehmern und Teilzeitkräften könnte eine strategische Antwort auf die drohende Fachkräfteknappheit darstellen. Auch Frauen, die derzeit oft in Teilzeit arbeiten, sowie Menschen mit Migrationshintergrund bieten Chancen für eine diversifizierte Belegschaft.
Die Veranstaltung betonte auch die Notwendigkeit, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, um diese Arbeitskräfte zu integrieren und zu fördern. Dies ist nicht nur für die lokale Wirtschaft von Bedeutung, sondern auch für die gesamte Gesellschaft, die von einer vielfältigen und gut ausgebildeten Arbeitskraft profitiert.


