Laura Privatstiftung beantragt Insolvenz nach Immobilienverkäufen
Wenige Wochen vor der Insolvenz veräußerte die Laura Privatstiftung mehrere Liegenschaften in Innsbruck für über 30 Millionen Euro. Dies geschah kurz vor einer entscheidenden Gerichtszulassung über Forderungen von rund einer Milliarde Euro.
Am 12. März 2026 meldeten die Vorstände der Stiftung Insolvenz an, nachdem ein internationales Schiedsgericht ein Urteil zugestellt hatte. Die Vermögenswerte der Stiftung beliefen sich lediglich auf etwa 300 Millionen Euro.
Zwischen der Zustellung des Schiedsspruchs und der Insolvenzanmeldung fanden mehrere Immobilienverkäufe statt. Die Laura Privatstiftung verkaufte unter anderem Immobilien an der Museumsstraße und der Meraner Straße an Tiroler Unternehmer für über 30 Millionen Euro. Recherchen zeigen, dass die Kanzlei Stefan Geiler Ullmann Geiler und Partner die Transaktionen begleitete, die später als Masseverwalter der Stiftung tätig wurden.
Die Kanzlei erklärte, sie sei als Treuhänder für die Käuferin aufgetreten und habe die Verkäufe dem Insolvenzgericht offengelegt. Ein Kaufvertrag beinhaltete eine aufschiebende Bedingung, sodass die Rechtswirksamkeit des Verkaufs erst nach der Insolvenzeröffnung eintrat.
Einordnung
Die Insolvenz der Laura Privatstiftung und die anschließenden Immobilienverkäufe werfen Fragen über mögliche Vermögensverschiebungen auf. Das Interesse der Insolvenzverwalter an der Überprüfung der Transaktionen könnte zu weiteren rechtlichen Schritten führen, die die vorherigen Verkäufe betreffen.


