US-Militär wehrt iranischen Drohnenangriff in Kuwait ab
Das US-Militär hat in der Nacht auf Mittwoch einen Angriff iranischer Drohnen auf amerikanische Streitkräfte im Golfstaat Kuwait erfolgreich abgewehrt. Laut dem Regionalen Kommando für den Nahen Osten (CENTCOM) verfehlte eine „Welle iranischer Drohnen“ ihr Ziel, und die US-Luftverteidigung schoss mehrere der Drohnen ab. Es wurden keine Verletzten oder Schäden gemeldet.
Bereits zuvor hatte das US-Militär einen größeren iranischen Angriff auf Ziele in Kuwait und Bahrain mit Erfolg abgewehrt. Diese beiden Staaten sind Standort wichtiger US-Militärstützpunkte. Medienberichten zufolge hatten die iranischen Revolutionsgarden das Hauptquartier der 5. US-Flotte sowie einen Luftwaffenstützpunkt in der Region mit Raketen und Drohnen angegriffen. Die Revolutionsgarden erklärten, dass die Sicherheit in der Straße von Hormuz durch die US-Angriffe gefährdet werde.
Das US-Militär reagierte auf die Angriffe, indem es eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeshm angegriffen hat. CENTCOM stellte fest, dass alle vom Iran auf Kuwait und Bahrain abgefeuerten ballistischen Raketen ihre Ziele verfehlten. Zwei Raketen stürzten nach US-Angaben ab, während drei weitere von US- und bahrainischen Streitkräften abgefangen wurden. Auch drei auf zivile Schiffe abgefeuerte iranische Drohnen wurden abgeschossen.
Trotz einer seit Anfang April geltenden Waffenruhe kam es erneut zu iranischen Angriffen. Teheran begründete diese als Vergeltung gegen US-Operationen, einschließlich eines Angriffs auf einen unbeladenen Öltanker, der versuchte, einen iranischen Hafen anzulaufen. CENTCOM gab an, das Schiff mit einer Hellfire-Rakete angegriffen zu haben, nachdem die Besatzung wiederholte Warnungen ignoriert habe.
Einordnung
Die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und Iran zeigen, dass die Spannungen in der Region trotz der laufenden Verhandlungen zur Beendigung des Iran-Kriegs anhalten. Diese Entwicklungen sind entscheidend für die Stabilität im Persischen Golf und könnten Auswirkungen auf die regionalen Sicherheitsdynamiken haben.


