Positive Bilanz für St. Pölten im Finanzjahr 2025
ST. PÖLTEN. Bürgermeister Matthias Stadler und der Leiter der städtischen Finanzabteilung, Thomas Wolfsberger, präsentierten den Rechnungsabschluss für das Jahr 2025, der trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein positives Ergebnis zeigt.
„Die großen Brocken wurden umgesetzt, teilweise sogar besser als geplant“, erklärte Stadler. Dennoch belasten die stark steigenden Umlagen für Sozialhilfe, Jugendwohlfahrt und Krankenanstalten die kommunalen Budgets erheblich. Die Sozialhilfeumlage stieg 2025 um mehr als 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, die Jugendwohlfahrtsumlage um etwa elf Prozent, während die NÖKAS-Umlagen um acht Prozent zulegten. Dies könne für die Gemeinden auf Dauer nicht tragbar sein, weshalb intensive Verhandlungen mit dem Land Niederösterreich zur Neugestaltung des Umlagensystems stattfinden.
Zur Stabilisierung der finanziellen Lage wurden in verschiedenen Bereichen Einsparungen vorgenommen. Die Ausgaben lagen rund sieben Millionen Euro unter dem ursprünglichen Budgetansatz. Einsparungen wurden vor allem im Personalbereich sowie bei Instandhaltungen und einzelnen Investitionsvorhaben realisiert. Laut Wolfsberger war der Erfolg der Konsolidierung dem Engagement aller Abteilungen zu verdanken. Rund 96 Prozent der geplanten Konsolidierungssumme sollen bis 2025 umgesetzt sein.
Die Finanzkennzahlen zeigen eine positive Entwicklung. Das Vermögen der Stadt beträgt über 600 Millionen Euro, während die Gesamtverschuldung 175,7 Millionen Euro beträgt. Die Rücklagen wurden auf 55,6 Millionen Euro erhöht. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist bereits rückläufig.
Einordnung
Der zukünftige Auslauf eines Krankenhauskredits in Höhe von über 52 Millionen Euro ab 2027 wird den Schuldenstand der Stadt signifikant reduzieren. Diese Entwicklung ist relevant, da sie die finanziellen Spielräume von St. Pölten erheblich erweitern könnte und potenzielle Investitionen in die Infrastruktur fördert.


