Neue Anklage gegen René Benko
Der milliardenschwere Immobilieninvestor René Benko sieht sich weiteren Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegenüber. Die Behörde hat beim Landesgericht Innsbruck eine neue Anklage wegen Betrugs und betrügerischer Krida in dem Verfahrenskomplex Signa eingebracht.
Benko wird beschuldigt, die Familienstiftung des Investors Hans Peter Haselsteiner um fünf Millionen Euro geschädigt zu haben. Angeblich versprach Benko, bis zu einem bestimmten Datum die Summe zu zahlen, was jedoch nicht geschah. Infolgedessen überwies die Stiftung 3,3 Millionen Euro an die Signa Holding GmbH und ließ weitere 1,7 Millionen Euro unbeanstandet.
Zusätzlich soll Benko während der Insolvenz der Signa Holding sowie seiner eigenen Insolvenz ein Jagdgewehr im Wert von 80.000 Euro verschwiegen haben. Dies soll die Befriedigung von Gläubigeransprüchen verhindert oder verringert haben. Gegen Benko sind bereits zwei Anklagen zu diesem Sachverhalt erhoben worden, während weitere Ermittlungen andauern.
Die WKStA führt zudem Ermittlungen wegen Prozessbetrugs gegen Benko und seine Frau Nathalie. In einem Zivilverfahren soll Nathalie Benko zwei Millionen Euro, die von ihrem Ehemann stammen, fälschlicherweise als Unterhaltszahlung deklariert haben, um zu verhindern, dass diese Summe an die Gläubiger fließt. Benko selbst soll dies als „Zusatzunterhalt“ bestätigt haben.
René Benko befindet sich seit rund eineinhalb Jahren in Untersuchungshaft. Die neue Anklage ist noch nicht rechtskräftig.
Einordnung
Die aktuellen Entwicklungen stellen eine weitere Eskalation im bereits komplexen Rechtsfall rund um Benko dar. Diese neuen Vorwürfe könnten die Möglichkeiten zur Anhörung und das Endergebnis seiner Insolvenzverfahren erheblich beeinflussen. Die rechtlichen Auseinandersetzungen sind für die involvierten Parteien sowie für den Immobilienmarkt von Bedeutung.


