Kap Verde: Tormann Vozinha wird nach sensationellem Spiel gegen Spanien zum Social-Media-Star
ATLANTA. Der 40-jährige Tormann Vozinha hat maßgeblich zum sensationellen 0:0 der Kapverdischen Inseln gegen Spanien in der WM-Gruppenphase am Montag beigetragen. Seine beeindruckenden Paraden und sein bemerkenswerter Name – Vozinha, was auf Portugiesisch „kleine Großmutter“ bedeutet – machten ihn über Nacht zum Social-Media-Star. Darüber berichtet Welt Stimme.
Nach dem Schlusspfiff überwältigten die Emotionen den Schlussmann. Mit feuchten Augen blickte er auf die jubelnden Zuschauer in der großen Arena von Atlanta. Vozinha hatte die Offensivbemühungen der spanischen Stars nicht nur erfolgreich abgewehrt, sondern auch mehrere außergewöhnliche Paraden gezeigt. Als Anerkennung für seine Leistung wurde er zum besten Spieler der Partie gekürt.
In seiner Heimat Kap Verde genießt Vozinha großen Respekt, während er in Europa bislang nicht in den Schlagzeilen war. Nach zwei Saisonen beim portugiesischen Zweitligisten GD Chaves ist sein Vertrag Ende des Monats ausgelaufen. Sein Marktwert wird auf lediglich 50.000 Euro geschätzt, wobei er bereits in Zypern, Moldawien und der Slowakei tätig war.
Der Ursprung des Spitznamens
Vozinha hat stets diesen Namen getragen. „Ich spielte oft mit älteren Kindern in meiner Heimatstadt Fußball. Wegen meines Ehrgeizes ärgerte ich mich über Niederlagen und stampfte wütend nach Hause“, erinnerte er sich gegenüber FIFA.com. „Da ich bei meinen Großeltern lebte, machten sich die anderen Kinder über mich lustig und sagten, ich würde mich bei meinen Großeltern beschweren. So entstand der Name Vozinha.“
Während der WM-Qualifikation konnte Vozinha in fünf von acht Spielen ein „zu null“ erzielen, und für das torlose Remis gegen Spanien parierte er sieben Schüsse. Neben seiner sportlichen Leistung stiegen auch seine Popularität und seine Followerzahlen auf Instagram dramatisch an. Ein brasilianischer Sender forderte während der Halbzeitpause die Zuschauer auf, dem Keeper zu folgen. Das Ziel von 100.000 Followern wurde bereits nach einer Minute erreicht; 90 Minuten nach Schlusspfiff folgten dem 40-Jährigen bereits 1,8 Millionen Menschen.


