WM-Schiedsrichterball: Die Aberkennung des ÖFB-Tores war fragwürdig
Am 18. Juni 2026, im Rahmen eines WM-Spiels in Santa Clara, wurde ein Tor von Marko Arnautovic während des 3:1-Siegs Österreichs über Jordanien aufgrund eines vermeintlichen Handspiels von Stefan Posch aberkannt. Die Entscheidung des Schiedsrichters sorgt für Diskussionen über die Angemessenheit der Regelanwendung. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Aberkennung des Treffers erscheint fragwürdig. Aus den Fernsehbildern ist lediglich eine minimale Berührung am Oberarm von Posch zu erkennen. Der Ball kam zuvor vom eigenen Körper, die Armhaltung des Spielers wirkt natürlich, und eine aktive Bewegung des Arms in Richtung Ball ist nicht feststellbar.
Darüber hinaus zeigt der Ball nach dem mutmaßlichen Kontakt keine erkennbare Änderung der Richtung oder Geschwindigkeit, und das anschließende Tor wurde durch einen Mitspieler erzielt. Unter diesen Umständen ist bereits zweifelhaft, ob ein strafbares Handspiel vorliegt, das die Aberkennung rechtfertigen könnte; eine ähnliche Situation wäre gegeben gewesen, wenn Posch den Ball im Mittelfeld abgefangen und anschließend ein Tor erzielt hätte.
Bei dem Handelfmeter für Österreich in der Nachspielzeit gab es hingegen keine Diskussion: Der Ball wurde eindeutig mit der Hand abgefangen, weshalb der fällige Elfmeter unumstritten war.
Die beste Leistung bisher
Der Schiedsrichter Alireza Faghani, gebürtiger Iraner, pfeift seit 2023 für Australien. Seine Leistung wurde als die beste des Turniers hervorgehoben, da er die Spielregeln konsequent und ohne Ausnahmen durchsetzte. Auch die körperliche Präsenz in diesem intensiven Spiel wurde gelobt. Faghani hat trotz VAR-Intervention seine Entscheidungen treu verteidigt und ließ sich nicht von einem möglichen Elfmeter beeinflussen, als Kylian Mbappe in der entscheidenden Situation einen Vorteil zu haben schien.
Insgesamt zeigte der Schiedsrichter großes Durchsetzungsvermögen, was sowohl den Spielern als auch den Zuschauern ein klares Bild von den Spielregeln vermittelte. Seine Courage, trotz aller Beeinflussungen an seiner Linie festzuhalten, wird als Beispiel für weitere Spiele im Turnier angesehen. Angesichts dieser Umstände bleibt zu hoffen, dass Faghani keine negativen Konsequenzen aus seiner mutigen Entscheidungsfindung befürchten muss.
Dieter Muckenhammer aus Ostermiething, langjähriger Schiedsrichter und Experte mit 305 Bundesliga-Spielen, hebt hervor, dass solche Entscheidungen innerhalb des Fußballspiels essentiell sind und einen großen Einfluss auf den weiteren Verlauf von Turnieren haben können.


