Tag der Almen am 18. Juli in der Steiermark
Am 18. Juli laden die Landwirtschaftskammer Steiermark und der Almwirtschaftsverein zum „Tag der Almen“ ein. Freiwillige werden gemeinsam mit Almbäuerinnen und Almbauern unerwünschten Bewuchs auf den Almen entfernen.
In der Steiermark verbringen rund 50.000 Tiere, darunter Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde, den Sommer auf mehr als 38.000 Hektar Almflächen. Diese Weideflächen entstehen durch die Beweidung, wobei die Tiere artenreiche Gras- und Kräuterbestände fressen. Gleichzeitig breiten sich Farne, Erlen und junge Bäume aus, ein Prozess, der durch die Klimaerwärmung beschleunigt wird. Ohne die notwendige Pflege drohen die Almen schnell zu verwildern.
Maschineller Einsatz auf den steilen Almflächen ist schwierig, weshalb das Schwenden, das händische Freischneiden, eine zentrale Rolle spielt. Laut der Landwirtschaftskammer würden ohne diese Pflege jährlich etwa 1.000 Hektar Almflächen verloren gehen. Präsident Andreas Steinegger hebt hervor: „Was viele als idyllische Almlandschaft sehen, ist das Ergebnis harter Arbeit. Ohne die Pflegearbeiten der Bäuerinnen und Bauern würden unsere Almen innerhalb weniger Jahre verloren gehen.“
Der „Tag der Almen“ bietet die Möglichkeit, aktiv zum Erhalt dieser Kulturlandschaften beizutragen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; die Helfer werden direkt von Almbäuerinnen und Almbauern angeleitet. In den vergangenen Jahren nahmen jeweils mehrere hundert Freiwillige an der Aktion teil. Getränke und eine gemeinsame Jause werden bereitgestellt.
Einordnung
Die Pflege der Almen ist entscheidend für die Aufrechterhaltung ihrer ökologischen und wirtschaftlichen Bedeutung. Der Aufwand für maschinelle Pflege würde laut Landwirtschaftskammer über 40 Millionen Euro jährlich betragen. Der Tag soll das Bewusstsein für die wichtigen Pflegearbeiten schärfen und die Bedeutung der Almen in der Steiermark hervorheben.


