Biohof Achleitner öffnet für besonderes Dinner-Erlebnis in Pupping, Grieskirchen und Eferding

August 21, 2026 11:33
Biohof Achleitner öffnet für besonderes Dinner-Erlebnis in Pupping, Grieskirchen und Eferding

Europapremiere von „Farm is Table“ in Pupping

Drei Tage lang verwandelte sich der Biohof Achleitner in Pupping bei Eferding in eine außergewöhnliche Kulisse für die Europapremiere von „Farm is Table“. Die von Gaumen Hoch und dem Biohof Achleitner organisierten Veranstaltungen waren restlos ausverkauft und brachten Akteure aus Landwirtschaft, Gastronomie, Wissenschaft und Lebensmittelwirtschaft zusammen. Ein besonderes Highlight war eine partielle Sonnenfinsternis während der Dinner-Erlebnisse.

Die Idee hinter „Farm is Table“ besteht darin, direkt am Ort des Nahrungsmittelwachstums zu speisen. An einer Tafel, die direkt aus der Erde geformt war, genossen die Gäste Menüs, zubereitet von den Spitzenköchen Theresia Palmetzhofer, Klemens Gold und Karl Wrenkh. Die Zutaten stammten direkt vom Feld, auf dem diniert wurde.

„Mit Farm is Table wollten wir auf besondere Weise erlebbar machen, dass jedes gute Lebensmittel im Boden beginnt“, erklärten die Gründer von Gaumen Hoch, Alexandra Seyer-Gmeinbauer und Reinhold Gmeinbauer. Sie betonten die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Gastronomie und Konsumenten für gesunde Böden und nachhaltige Landwirtschaft, insbesondere in Anbetracht der aktuellen Klimakrise und massiver Ernteausfälle von bis zu 80 Prozent in diesem Jahr. „Klimafitte, gesunde Böden sind Teil der Lösung, und genau das wollen wir mit Farm is Table aufzeigen“, so die Initiatoren.

Essenzielle Bedeutung gesunder Böden

Bio-Landwirt Andreas Achleitner brachte die Problematik auf den Punkt: „Über uns wachsen die Probleme. Unter uns wächst die Lösung.“ Er hob die Rolle eines intakten, humusreichen Bodens als natürliche Klimaanlage hervor, der Wasser speichert, die Umgebung kühlt und CO2 bindet. Das Event sollte den gesunden Boden als „wichtigsten, aber oft übersehenen Verbündeten“ ins Zentrum rücken.

Achleitner sieht in der Vielfalt und im Genuss den Schlüssel zum Klimaschutz. „Wir müssen den ökologischen Herausforderungen unserer Zeit nicht mit Verbotskultur und Verzicht begegnen. Die Rettung liegt in Vielfalt und Genuss. Indem wir auf eine lebendige Bio-Landwirtschaft setzen, eine bunte Vielfalt an Pflanzen kultivieren und diese auf unseren Tellern zelebrieren, nähren wir das Bodenleben.“ Wer Lebensmittel aus intakten Böden bevorzuge, werde mit intensivem Geschmack belohnt und trage zugleich zum Klimaschutz bei.

Ursprung des Konzepts aus New York

Das Konzept von „Farm is Table“ wurde ursprünglich vom New Yorker Architekten und Künstler Allan Wexler entwickelt. Seine Idee eines Tisches, der direkt im Boden verankert ist, wurde erstmals auf einer Farm in den USA umgesetzt und fand nun durch den Biohof Achleitner und Gaumen Hoch erstmals ihren Weg nach Österreich. Das Ziel des Formats ist es, den Zusammenhang zwischen gesunden Böden und hochwertigen Lebensmitteln für alle Sinne erlebbar zu machen.

Einordnung

Die Veranstaltungen von „Farm is Table“ zeigen die dringende Notwendigkeit, gesunde Böden und nachhaltige Landwirtschaft in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Diskurses zu rücken. Die Kooperation von verschiedenen Akteuren aus der Lebensmittelkette wird als zentral für die Bekämpfung der Klimakrise und die Sicherstellung der Nahrungsmittelproduktion der Zukunft angesehen.

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