Wohnschirm unterstützt Haushalte in Österreich
Seit der Einführung des Wohnschirms im März 2022 hat das Sozialministerium insgesamt 18.736 armutsgefährdete Haushalte mit Mietrückständen unterstützt. Das Programm wird bis Ende 2029 fortgeführt.
Von den geförderten Haushalten lebten in 44 Prozent minderjährige Kinder. In 45 Prozent der Fälle handelte es sich um Alleinerziehende. 53 Prozent der unterstützten Erwachsenen waren Frauen. Für die Sicherung der bisherigen Wohnungen wurden 17.086 Anträge bewilligt, während 1.650 Haushalte finanzielle Hilfe für einen Wohnungswechsel erhielten. Die durchschnittliche Unterstützung betrug 2.732 Euro für die Wohnungssicherung und 3.095 Euro für Umzüge.
Zusätzliche Hilfe für Energiekosten und Wohnungslosenhilfe
Der Wohnschirm umfasst auch den Bereich „Wohnschirm Energie“, über den seit Januar 2023 insgesamt 33.599 Anträge bewilligt wurden. Damit erhielten 90.827 Personen Unterstützung, um Abschaltungen von Strom oder Heizung zu verhindern. Im Durchschnitt wurden 1.570 Euro ausgezahlt.
Im Rahmen von „Housing First“ konnten bislang 1.815 wohnungslose Personen unterstützt werden, darunter 31 Prozent Kinder. Insgesamt wurden 737 leistbare Wohnungen vermittelt. Der Wohnschirm steht jährlich mit 28 Millionen Euro zur Verfügung.
Politische Diskussion über Verlängerungen
Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) bezeichnete die bewilligten Anträge als Nachweis der Wirksamkeit des Programms. Sie betonte, dass der Wohnschirm ein wichtiges Instrument des Sozialstaats sei.
Die Grünen hingegen fordern eine Verlängerung des Programms über 2029 hinaus. Sozialsprecher Markus Koza argumentierte, dass angesichts von Kürzungen bei Familienleistungen der Wohnschirm in Zukunft noch entscheidender werde. Er wies darauf hin, dass Geld für das Programm vorhanden sei, wenn die Regierung auf andere Maßnahmen verzichtet.
Einordnung
Die Fortführung des Wohnschirms bis 2029 sorgt für finanzielle Entlastung von bedürftigen Haushalten. Dies ist besonders relevant in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und sozialer Ungleichheit. Die politische Diskussion darüber deutet auf einen notwendigen Wandel hin, um die Unterstützung längerfristig sicherzustellen.


