Verbraucherschützer kritisieren Tricks bei der Kartenzahlung von Trinkgeldern

August 24, 2026 12:43
Verbraucherschützer kritisieren Tricks bei der Kartenzahlung von Trinkgeldern

Warnung vor manipulativen Trinkgeld-Optionen bei Kartenzahlungen

Verbraucherschützer in Deutschland fordern mehr Transparenz bei Trinkgeldoptionen an digitalen Bezahlgeräten. Die Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Ramona Pop, kritisierte, dass viele Gäste häufig unter Druck gesetzt werden, Trinkgeld zu geben, wenn voreingestellte Prozentsätze wie 7, 10 oder 20 Prozent vorgegeben werden.

Pop wies darauf hin, dass es für Kunden klar erkennbar sein muss, wie sie die Höhe des Trinkgelds ablehnen oder selbst festlegen können. Sie setzt sich für ein Verbot manipulativer Designtricks auf europäischer Ebene ein. Oft seien die Optionen, kein Trinkgeld zu geben, weniger auffällig dargestellt als die vordefinierten Beträge.

Eine Umfrage im Auftrag des Verbands ergab, dass 76 Prozent der Befragten für eine gleichwertige Sichtbarkeit der Option, kein Trinkgeld zu hinterlassen oder weniger zu geben, votieren. Gut die Hälfte der Befragten gab an, sich durch prominent dargestellte Trinkgeldoptionen gedrängt zu fühlen.

Jürgen Benad vom Deutschen Hotellerie- und Gastronomieverband (Dehoga) brachte das Thema der veränderten Zahlungsgewohnheiten zur Sprache. Immer mehr Gäste würden bargeldlos bezahlen, was die Integration von Trinkgeldoptionen in Kartenterminals notwendig mache. Dennoch bleibt die Entscheidung über die Höhe des Trinkgeldes eine persönliche Wahl der Gäste.

Einordnung

Die Diskussion über die Gestaltung von Trinkgeldoptionen offenbart die wachsende Bedeutung von transparenten und fairen Zahlungsmethoden in der Gastronomie. Die Forderung nach klaren Auswahlmöglichkeiten könnte dazu führen, dass Kunden sich weniger unter Druck gesetzt fühlen und trotzdem Wertschätzung für guten Service zeigen.

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