Beginn der Arbeiten für den Quantum Cube an der Universität Wien
Am Campus der Universität Wien im Alten AKH haben die ersten Bauarbeiten für den „Quantum Cube“ begonnen.
Das Spezialgebäude im Hof 2 wird künftig etwa 50 Forschenden der Fakultät für Physik eine moderne Infrastruktur für experimentelle Quantenphysik bieten. Die Universität rechtfertigt den Neubau mit den unzureichenden Bedingungen am bisherigen Standort in der Boltzmanngasse, wo Erschütterungen durch den Straßenverkehr und den U5-Ausbau hochsensible Präzisionsexperimente beeinträchtigen.
Kritik am Projekt
Der Bau wird im Herbst mit der Erddruchführung der Bohrpfähle in eine lautere Phase eintreten, gefolgt von der Aushubarbeiten der Baugrube. Der Rohbau ist für Anfang 2027 geplant, während der Vollbetrieb für Ende des Jahres 2028 angestrebt wird.
Im Vorfeld gab es massiven Widerstand, insbesondere von der „Hochschüler*innenschaft“ (ÖH) und dem Alsergrunder Bezirk unter Bezirkschefin Saya Ahmad (SPÖ), die den Verlust von Grün- und Aufenthaltsflächen sowie den Schutz des angrenzenden Naturdenkmals, eines seltenen Judasbaums, kritisierten.
Kompensation der Grünflächen
Die Universität präsentiert ein Kompensationskonzept unter dem Titel „Campus 2030+“, welches vorsieht, dass im zentralen Hof 1 ein konsumfreier Grünraum von 600 Quadratmetern aus der Entsiegelung eines ehemaligen Gastgartens entsteht. Gleichzeitig werden im Hof 2 rund 400 Quadratmeter bebaut.
Freiwerdende Gewerbeflächen sollen in neue Lern- und Seminarräume umgewandelt werden. Der Judasbaum bleibt während der gesamten Bauzeit durch eine Schutzzone gesichert, und für gefällte Bäume sind standortgerechte Ersatzpflanzungen vorgesehen.
Einordnung
Mit dem Bau des Quantum Cube entsteht eine moderne Forschungseinrichtung, die den aktuellen Anforderungen an die experimentelle Quantenphysik gerecht wird. Dies könnte langfristig die Forschungsbedingungen an der Universität verbessern. Die Kompensation von Grünflächen und die Sicherung des Naturdenkmals sind dabei relevante Aspekte, um ökologische Bedenken zu adressieren.


