Tunnelbohrmaschine „Wilma“ durchstößt BBT nach 55 Kilometern in Stubai-Wipptal

August 26, 2026 20:13
Tunnelbohrmaschine „Wilma“ durchstößt BBT nach 55 Kilometern in Stubai-Wipptal

Tunnelbohrmaschine „Wilma“ vollendet erste Haupttunnelröhre im Brenner Basistunnel

Die Tunnelbohrmaschine „Wilma“ hat die westliche Hauptröhre des Brenner Basistunnels (BBT) mit einer Gesamtlänge von 55 Kilometern erfolgreich vollendet. Der Durchbruch wurde am Baulosgrenze H53 Pfons-Brenner erreicht, wo „Wilma“ erneut auf ihre Taufpatin, Helga Morandell, traf.

Der Abschluss der westlichen Haupttunnelröhre stellt einen bedeutenden Fortschritt für das Projekt dar, da nun eine durchgehende Verbindung von der Sillschlucht bei Innsbruck bis nach Franzensfeste in Südtirol besteht. Dies ist das erste Mal, dass der gesamte Abschnitt des Eisenbahntunnels durchbrochen wurde.

Helga Morandell, die bei der Namensfindung für die Tunnelbohrmaschine beteiligt war, taufte „Wilma“ im Jahr 2024. Bei der feierlichen Andrehfeier erklärte sie den Namen als Symbol für Wille und Schutz, was für die Umsetzung des BBT von Bedeutung ist. Morandell war auch bei der Fertigstellung des Tunnels anwesend, nachdem sie zuvor den Startknopf für den Bohrprozess gedrückt hatte.

Während ihrer 7,5 Kilometer langen Vortriebsarbeit durchquerte „Wilma“ geologisch anspruchsvolle Störzonen und verbaute mehr als 23.000 Tübbinge. Der 260 Tonnen schwere Bohrkopf erreichte schließlich die letzte Etappe des Gebirges, was bei den Mitarbeitern der BBT SE und der ausführenden Arbeitsgemeinschaft H53 Brenner Basistunnel für große Erleichterung und Freude sorgte.

Der Start von „Wilma“ erfolgte am 18. September 2024. Mit einem Bohrdurchmesser von über zehn Metern und einem Gesamtgewicht von rund 2.700 Tonnen agierte die Tunnelbohrmaschine als mobile Fabrik im Berg. Tübbinge wurden per Baustellenzug angeliefert und automatisch eingebaut, während das Ausbruchmaterial über Förderbandanlagen abtransportiert wurde.

Einordnung

Der erfolgreiche Durchschlag der westlichen Haupttunnelröhre erhöht die Effizienz und Sicherheit des Tunnelbaus erheblich. Die vollständige Verbindung verkürzt die Transportzeiten zwischen Innsbruck und Südtirol und ist von zentraler Bedeutung für den Schienenverkehr in der Region.

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