Porr AG verzeichnet Gewinnsteigerung im ersten Halbjahr 2026
Die Porr AG hat am Donnerstag ihre Wirtschaftskennzahlen für das erste Halbjahr 2026 bekannt gegeben. Der Wiener Baukonzern konnte seinen Gewinn vor Steuern und Zinsen im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern.
Die positive Geschäftsentwicklung wird durch zahlreiche Aufträge in Polen und Deutschland begünstigt, die eine stabile Auftragslage für die nächsten anderthalb Jahre sichern. Laut Unternehmensangaben verlief das erste Halbjahr 2026 „sehr dynamisch“, unterstützt durch bedeutende Neuaufträge.
Zu den hervorstechenden Projekten zählt ein Abschnitt einer neuen Bundesstraße in Polen sowie eine Chipfabrik im deutschen Erfurt. Der Auftragsbestand beläuft sich auf 9,8 Milliarden Euro, was eine gute Auslastung für die kommenden Monate sichert. Die Produktionsleistung blieb im ersten Halbjahr bei rund 3,2 Milliarden Euro stabil.
Im ersten Halbjahr erzielte die Porr AG einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 56,3 Millionen Euro, was einem Anstieg von 15,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. 52 Prozent der Aufträge wurden im Ausland generiert, die Belegschaft wuchs um 0,7 Prozent auf 20.801 Mitarbeiter.
Trotz dieser positiven Zahlen fiel der Aktienkurs der Porr AG zu Handelsbeginn um acht Prozent auf 37,40 Euro, was auf die gesunkenen Umsatzerlöse zurückzuführen sein könnte. Diese betrugen 2,95 Millionen Euro und verzeichneten ein geringes Minus von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, beeinflusst durch ungünstige Witterungsbedingungen.
Einordnung
Die Porr AG hat ihre Prognosen für das Gesamtjahr 2026 auf ein Wachstum von 2 bis 4 Prozent für Leistung und Umsatz festgelegt. Die enttäuschten Erwartungen der Anleger hinsichtlich der Umsatzentwicklung könnten jedoch die Kursentwicklung negativ beeinflussen.


