Künstliche Intelligenz gefährdet Gehalt im Bezirk Horn
Im Bezirk Horn hätte ein Einsatz von Künstlicher Intelligenz einem Dienstnehmer fast fünf Wochen Gehalt gekostet. Andreas Riedl, Bezirksstellenleiter der Arbeiterkammer Horn, berichtete von einem Vorfall, bei dem eine KI eine einvernehmliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses formulierte, die gravierende Fehler enthielt.
Der Dienstnehmer nutzte KI zur Erstellung des Dokuments. Dabei wurden Fristen aus einer Kündigung falsch mit denen einer einvernehmlichen Auflösung vermischt. Der Fehler hätte schwerwiegende finanzielle Folgen gehabt, da der Arbeitgeber nach der fehlerhaften Beendigung nicht zur Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall verpflichtet gewesen wäre. „Der Dienstnehmer hätte aufgrund der KI-Formulierung tatsächlich fünf Wochen Entgeltfortzahlung/Gehalt verloren“, so Riedl.
Zusätzlich hätte sich die missverständliche Formulierung negativ auf die Ansprüche beim Arbeitsmarktservice ausgewirkt, da der Dienstnehmer für einen bestimmten Zeitraum von Leistungen ausgeschlossen worden wäre. Dies zeigt, dass selbst professionell klingende Texte von KI-Systemen rechtlich problematisch sein können.
Der Vorfall verdeutlicht die Notwendigkeit, Künstliche Intelligenz mit Bedacht zu nutzen, insbesondere bei sensiblen Themen wie Kündigungen und Auflösungen. Riedl schlussfolgerte, dass die KI nur dann nützlich ist, wenn sie intelligent eingesetzt wird. Ungeprüfte Formulierungen können schließlich zu unwiderruflichem finanziellen Schaden führen.
Einordnung
Dieser Fall verdeutlicht die Risiken, die bei der Verwendung von KI in arbeitsrechtlichen Angelegenheiten bestehen. Falsche Formulierungen können erhebliche finanzielle Ausfälle nach sich ziehen und die rechtliche Situation eines Arbeitnehmers stark gefährden. Eine kritische Überprüfung von KI-generierten Dokumenten bleibt unverzichtbar.


