Lehrstellen-Engpass in Niederösterreich verstärkt Druck auf Arbeitsmarkt

September 1, 2026 15:13
Lehrstellen-Engpass in Niederösterreich verstärkt Druck auf Arbeitsmarkt

Steigende Arbeitslosigkeit in Niederösterreich im August

Im August 2023 hat sich die Situation am Arbeitsmarkt in Niederösterreich weiter verschärft. Die Zahl der Arbeitslosen stieg auf 47.682 Personen, was einem Anstieg von 3.043 Personen oder 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Gleichzeitig reduzierte sich die Anzahl der verfügbaren offenen Stellen um 11,5 Prozent auf 12.440.

Besonders betroffen sind ältere Arbeitnehmer. Die Arbeitslosigkeit unter den Über-50-Jährigen stieg um 9,9 Prozent auf 17.316. Auch die Zahl der arbeitslosen Frauen belief sich im August auf 23.659, was einen Anstieg von 8,4 Prozent bedeutet. Bei den unter 25-Jährigen war der Anstieg mit 2,8 Prozent geringer, dennoch gestaltet sich die Lehrstellensuche für sie zunehmend schwierig.

Die Situation am Lehrstellenmarkt ist besorgniserregend. 1.847 Jugendliche suchten im August eine Lehrstelle, was einem Anstieg von 11,2 Prozent entspricht. Im Gegensatz dazu gab es lediglich 809 offene Lehrstellen, ein Rückgang von 27,3 Prozent. Damit kommen jetzt etwa 2,3 Lehrstellensuchende auf eine verfügbare Lehrstelle.

Regionale Unterschiede sind ebenfalls signifikant. In Horn stieg die Arbeitslosenzahl um 17,4 Prozent, in Bruck an der Leitha um 17,1 Prozent. Dagegen verzeichnete Zwettl einen Rückgang um 11,7 Prozent. St. Pölten meldete mit 5.686 Arbeitslosen die meisten Fälle, gefolgt von Wiener Neustadt mit 5.245 und Baden mit 5.225.

Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Langzeitbeschäftigungslosen um 19,5 Prozent auf 13.985. Die Zahl der Menschen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen liegt bei 14.148, darunter 3.308 anerkannte Menschen mit Behinderung.

Einordnung

Die Arbeitslosigkeit in Niederösterreich ist derzeit stärker gestiegen als im österreichischen Durchschnitt, der bei einem Anstieg von 3,3 Prozent liegt. Die Arbeitslosenquote beträgt 6,7 Prozent, was zwar unter dem österreichischen Durchschnitt von 7,2 Prozent liegt, jedoch weist die Entwicklung auf steigende Herausforderungen für ältere Arbeitnehmer und Langzeitbeschäftigte hin.

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