Insolvenzverfahren gegen „Das Kolin“ eröffnet
Über die „Das Kolin – Restaurant GmbH“ in der Kolingasse 5 wurde am Handelsgericht Wien ein Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt auf Antrag eines Gläubigers und wird ohne Eigenverwaltung durchgeführt.
Als Insolvenzverwalter wurde der Wiener Rechtsanwalt Michael Ludwig Lang bestellt. Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) informiert, dass die Zahlungsunfähigkeit auf unbeglichenen vollstreckbaren Forderungen und Beitragsrückständen seit Februar 2026 beruht. Bereits Ende 2024 war ein Konkursverfahren anhängig.
Die damals vereinbarte Sanierungsquote von 25 Prozent wurde nicht vollständig eingehalten, was zur Liquidation der GmbH im Dezember 2025 führte. Ob die Liquidation beendet und der Betrieb fortgeführt werden kann, ist derzeit unklar, so der AKV. Ein neuer Sanierungsplan liegt bislang nicht vor.
Der Insolvenzverwalter prüft die Fortführung oder Schließung des Lokals. Im Gespräch mit dem Lokal wurde jedoch betont, dass weiterhin regulär geöffnet sei. Aktuell wird das Vermögen inventarisiert und geschätzt. Gläubiger haben bis 19. Oktober Zeit, Forderungen anzumelden. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung ist für den 3. November angesetzt.
Einordnung
Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellt eine bedeutende Entwicklung für das Restaurant dar. Die Unsicherheit über die Zukunft des Betriebs könnte sowohl für Angestellte als auch für Kunden weitreichende Auswirkungen haben. Die Situation wird von Branchenbeobachtern genau verfolgt.


