Neuer Trinkwasserspeicher in Melk eröffnet
Die Perger Forstenlechner GmbH hat für die Stadt Melk zwei neue Edelstahlbehälter mit einem Gesamtvolumen von 3.000 Kubikmetern erstellt. Diese Anlagen gelten als die größten Trinkwasserspeicher Österreichs und wurden im Coilverfahren gefertigt.
Ein Jahr nach Inbetriebnahme musste der neue Hochbehälter am Wachberg während eines heißen, niederschlagsarmen Sommers bereits unter besonderen Bedingungen funktionieren. Die Trinkwasserversorgung basiert auf zwei Edelstahlbehältern, die jeweils 1.500 Kubikmeter fassen.
„Wir verzeichneten über die Sommermonate einen täglichen Wasserverbrauch, der rund ein Drittel über dem Durchschnitt der letzten Jahre lag. Zudem führte die erhöhte Anzahl an Feld- und Waldbränden zu einem hohen Bedarf an Löschwasser. Das große Speichervolumen erwies sich hierbei als äußerst nützlich“, erläutert Helmut Steffek, leitender Wassermeister der Stadt Melk. Ein Wassersparaufruf an die Bevölkerung war trotz der erhöhten Nachfrage nicht erforderlich.
Die neue Anlage ermöglicht die Speicherung von 3.000 Kubikmetern Trinkwasser, anstatt wie zuvor 600 Kubikmetern. Die beiden freistehenden Edelstahltanks haben einen Durchmesser von 15 Metern und eine Höhe von neun Metern. Insgesamt wurden etwa 20 Tonnen Edelstahl pro Behälter verarbeitet. Ausschließlich Teile wie Dachkomponenten und Geländer wurden in der Herstellungsstätte vorgefertigt, während die Tanks vor Ort zusammengebaut werden. Diese Art der Fertigung reduziert die Anzahl der Schweißnähte und ermöglicht die Errichtung großer Behälter.
Wasser wird von zwei Brunnen zum Hochbehälter am Wachberg gefördert, von wo es durch freies Gefälle in das Ortsnetz gelangt. Mit einem durchschnittlichen Tagesbedarf von etwa 1.500 Kubikmetern kann das Speichervolumen weit mehr als den doppelten täglichen Bedarf abdecken. An hochfrequentierten Tagen im Sommer 2026 waren sogar bis zu 4.000 Kubikmeter Trinkwasser erforderlich.
„Edelstahl ist langlebig, hygienisch, wartungsarm und leicht zu reinigen. Während dieser Werkstoff in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie Standard ist, wird bei der Trinkwasserspeicherung in Österreich häufig auf Beton gesetzt. In Deutschland hingegen hat Edelstahl bereits breitere Anwendung gefunden“, stellt Geschäftsführer Paul Forstenlechner fest. Er betont die Notwendigkeit, den gesamten Lebenszyklus solcher Investitionen in der kommunalen Wasserinfrastruktur zu berücksichtigen: „Wichtig sind nicht nur die heutigen Kosten, sondern auch die langfristigen Aufwendungen über die gesamte Lebensdauer eines Behälters.“ Die Innenflächen der Tanks werden automatisiert mit Wasserstrahlen gereinigt, ganz ohne chemische Mittel.
Einordnung
Mit der Eröffnung des neuen Trinkwasserspeichers in Melk wird die lokale Wasserversorgung erheblich verbessert. Dies ist besonders relevant angesichts des steigenden Wasserverbrauchs und der Herausforderungen durch extreme Wetterbedingungen. Die Investition in Edelstahlbehälter könnte als Modell für andere Kommunen dienen, um die Effizienz und Langlebigkeit der Trinkwasserversorgung zu erhöhen.


