Habsburg-Juwelen aus Österreich werden in Kanada ausgestellt

September 3, 2026 18:13
Habsburg-Juwelen aus Österreich werden in Kanada ausgestellt

Habsburg-Juwelen in Québec ausgestellt

Die verschollenen „Habsburg-Juwelen“ werden ab Freitag im Musée national des beaux-arts du Québec ausgestellt. Dies geschieht mehr als ein Jahr, nachdem ihre Existenz in einem Bankschließfach in Kanada enthüllt wurde.

Die Ausstellung zeigt unter anderem den „Florentiner“-Diamanten sowie persönliche Gegenstände von Kaiserin Maria-Theresia, Königin Marie-Antoinette und Kaiser Franz I. Der Schmuck befindet sich im Besitz des kanadischen Trusts Fiducie Saint-Joseph, der ihn in Zusammenarbeit mit dem Museum präsentiert. Der Trust verwaltet den Schmuck gemäß den Statuten, die eine langfristige Erhaltung in Kanada vorschreiben.

Kaiserin Zita hatte den Familienschatz in den 1940er Jahren in der kanadischen Bank deponiert, wobei der Verbleib geheim gehalten werden musste. Ihre Söhne gaben das Geheimnis erst kurz vor ihrem Tod an ihre Nachkommen weiter. Karl Habsburg, das gegenwärtige Oberhaupt der Familie, erfuhr erst im Jahr 2024 von der Existenz der Juwelen. Die Echtheit wurde mittlerweile bestätigt.

Allerdings sind nicht alle 1918 aus der Hofburg in Wien abtransportierten Stücke zurückgekehrt, darunter die Diamantkrone von Elisabeth von Österreich. Zudem wird geklärt, ob die Republik Österreich Ansprüche auf die Objekte hat; ein Ergebnis dieser Prüfung wird für den Herbst erwartet.

Einordnung

Die öffentliche Ausstellung der Habsburg-Juwelen stellt einen bedeutenden Schritt dar, um die Geschichte der ehemaligen Kaiserfamilie zu beleuchten. Dadurch wird nicht nur die kulturelle Bedeutung der Objekte gewürdigt, sondern auch die Geschichte der Familie nach dem Ende der Monarchie neu interpretiert.

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